Formel 1 - Pujolar: Lieber Maldonado als Ralf Schumacher

Montoya und Maldonado - Brüder im Geiste

Ex-Williams-Chef-Renningenieur Xevi Pujolar arbeitete mit vielen Fahrern zusammen. Fighter waren ihm dabei lieber als fleißige Bienen.
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Motorsport-Magazin.com - Juan-Pablo Montoya ist eine schillernde Figur im Motorsport. Vor allem in der Formel 1 sorgte der Kolumbianer immer wieder für nette Anekdoten - als er beispielsweise auf einem Tennisball ausrutschte und sich dabei die Schulter verletzte - und nicht beim Motocross. McLarens Pressesprecherin Silvia Hoffer erzählte einst Motorsport-Magazin.com, wie ungern sie mit Montoya zusammenarbeitete.

Er war arrogant und unhöflich, hatte meistens keine Lust, wollte einfach nicht mitarbeiten.
Silvia Hoffer

"Die vier Jahre mit ihm waren schwierig. Er war arrogant und unhöflich, hatte meistens keine Lust, wollte einfach nicht mitarbeiten", so Hoffer. Doch es gibt auch andere Stimmen über den siebenfachen Grand-Prix-Sieger. Ex-Williams-Chef-Renningenieur Xevi Pujolar arbeitete mit dem heutigen IndyCar-Piloten zusammen und schätzt ihn noch immer sehr - genau wie Pastor Maldonado, mit dem er bis zum Ende des vergangenen Jahres am Auto tüftelte.

"Ich habe immer gesagt, dass mich Pastor [Maldonado] und Montoya am meisten beeindruckt haben", so Pujolar gegenüber El Confidencial. "Vielleicht haben sie das, weil sie solche Fighter sind. Aber Pastor hat gezeigt, dass er schnell ist und ich glaube, er wird oftmals unterschätzt." Dabei hat Pujolar in seiner Zeit bei Williams auch mit einigen Motorsport-Schwergewichten zu tun.

Blindes Verständnis

"Ich habe mit Top-Piloten wie Mark Webber oder Ralf Schumacher gearbeitet... Aber für mich war es nicht das selbe mit ihnen", so Pujolar. Besonders das blinde Verständnis mit Pastor Maldonado sei bemerkenswert gewesen. "Er hat das sehr gut verstanden. Wenn er von der Strecke zurückkam und begann über das Auto zu sprechen, habe ich sofort an seine Reaktion gesehen und wusste, was im Auto vor sich geht. Nach dem Analysieren der Daten war es dann klar: Ja, das ist es."

Nicht nur auf einer professionellen Ebene sei es wichtig, seinen Fahrer genauestens zu kennen. In der Formel 1 nimmt auch die Psyche eine wichtige Rolle ein. "Es ist bei der Anspannung im Qualifying oder im Rennen gut zu wissen, wie er reagiert oder wieso er eine Sache so oder so macht." Allerdings sei dies nicht immer einfach. Vor allem der medial Druck würd die Beziehung oftmals stören, so der Neu-Toro-Rosso-Mann.


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