Formel 1 - Bianchi denkt schon an die ersten Punkte

Mit Debüt zufrieden

Platz sechs mit knapp vier Sekunden Rückstand steht für Jules Bianchi an seinem ersten Testtag zu Buche. Der Franzose hofft, dass Marussia 2014 endlich punktet.

Motorsport-Magazin.com - Jules Bianchi musste sich lange gedulden, doch am Freitag durfte der Franzose endlich im Cockpit des MR03 Platz nehmen und drehte insgesamt 25 Runden. Am Ende des Tages hatte der Marussia-Pilot gerade einmal vier Sekunden Rückstand auf die Spitze und belegte den sechsten Platz. "Es ist etwas rutschiger als im letzten Jahr, aber es ist für jeden dasselbe", schilderte er seine ersten Eindrücke. Nach so wenigen Umläufen stellte Bianchi seinen Fahrstil zwar noch nicht um, bemerkte beim Anbremsen der Kurven aber Unterschiede gegenüber dem Vorjahr: "Man spürt, dass man etwas weniger Downforce hat", sagte er.

Nach 25 Runden war Bianchis Tag beendet - Foto: Sutton

Für Marussia geht es 2014 darum, im fünften Jahr des Bestehens endlich die ersten Punkte zu holen. Angesichts der befürchteten Standfestigkeitsprobleme in den ersten Saisonrennen könnte die Chance dazu so groß wie selten zuvor sein. "Wir sind realistisch, wollen aber in der Position sein, um Punkte zu machen", gab sich Bianchi selbstbewusst. "Wir wollen in Melbourne und auch bei allen anderen Rennen bis zum Ende dabei sein, aber vielleicht werden wir ja auch in der Lage sein, unter regulären Bedingungen um Punkte zu kämpfen - das ist, was wir wollen."

Ferrari-Power

Wir sind realistisch, wollen aber in der Position sein, um Punkte zu machen
Jules Bianchi

Nicht zuletzt wegen des Wechsels von Cosworth- zu Ferrari-Motoren erhofft man sich bei Marussia einen Sprung nach vorne, doch nach lediglich einem Testtag konnte Bianchi noch keinen wirklichen Unterschied zwischen den beiden Aggregaten feststellen. "Ich kenne ein paar Leute von Ferrari, vielleicht ist es daher ein bisschen einfacher, aber die Arbeit ist dieselbe", betonte der Franzose, der aus der Nachwuchsakademie der Scuderia stammt.

Da Bianchi erst am letzten Tag der Testfahrten ins Geschehen eingreifen konnte, nutzte er die Zeit, um die Konkurrenz zu beobachten, sodass ihm auch die Probleme der Renault-Teams nicht verborgen blieben. "Wir haben gesehen, dass der Ferrari-Motor gut lief und das ist positiv für uns", konstatierte er zufrieden. "Sie haben einen tollen Job mit dem Motor gemacht. Wir wissen nicht genau, wo wir stehen, aber es war ein ziemlich guter Start."


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