Formel 1 - Sutil-Abflug: Auto fühlte sich wie auf Eis an

Auf der Suche nach der Reifentemperatur

Adrian Sutils Premiere für Sauber verlief nicht ganz fehlerfrei. Dennoch zog der Deutsche ein zufriedenes Fazit.
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Motorsport-Magazin.com - 69 Runden respektive 305.532 Kilometer spulte Adrian Sutil am vierten und letzten Tag der Wintertestfahrten in Jerez ab. Wie schon am Vortag flog der Deutsche von der Strecke ab, in der Schikane verlor er das Heck des C33. "Die Bedingungen waren heute schwierig. Nach maximal fünf Runden am Stück ging die Temperatur in den Reifen verloren und das Auto fühlte sich wie auf Eis an", erklärte Sutil seinen Abflug.

Nach maximal fünf Runden am Stück ging die Temperatur in den Reifen verloren und das Auto fühlte sich wie auf Eis aus
Adrian Sutil

Zudem war Sauber mit alten Spezifikationen unterwegs, was den Boliden nahezu unfahrbar machte. "Wenn wir die neuen Spezifikationen fertig gehabt hätten, hätten wir sie am Auto, aber so haben wir uns entschieden, dass es besser ist die Teile länger im Windkanal zu testen. Wir hätten in Jerez eh nicht viel gelernt und da es für uns auch so genug zu tun gab, denke ich, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben", sagte der Deutsche gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Er geht davon aus, dass sich der Abtrieb deutlich erhöhen wird, sobald die neuen Teile auf dem Auto sind. Generell sei aber der Mangel an Abtrieb im Vergleich zum Vorjahr immens. "Wir haben den Blowing-Effekt verloren und ich bin selbst überrascht wie groß der Effekt war. In kälteren Bedingungen könnte der mangelnde Abtrieb schon für Probleme sorgen, denn durch den wenigen Grip ist das Auto ständig in Bewegung", meinte Sutil und fügte scherzend hinzu: "Wenigstens wird einem beim Fahren nicht langweilig, denn man ist damit beschäftigt, das Auto auf der Strecke zu halten."

Unser Ferrari-Paket scheint gut zu funktionieren, damit liegt der Fokus bis Bahrain darauf das Auto fahrbarer zu machen
Adrian Sutil

Immerhin bekam Sauber die Probleme mit dem brake-by-wire System über Nacht in den Griff. "Ich bin sehr happy, dass das System jetzt endlich funktioniert, denn es fällt mehr in den Arbeitsbereich der Ingenieure als in meinen", verriet Sutil. All die gesammelten Daten wird Sauber in den kommenden zwei Wochen bis zum Bahrain-Test auswerten und analysieren. "Natürlich hätte es hier besser laufen können, aber andere Teams haben noch mehr Probleme gehabt als wir, somit bin ich ganz zufrieden. Auch unser Ferrari-Paket scheint gut zu funktionieren, damit liegt der Fokus bis Bahrain auf uns und darauf das Auto fahrbarer zu machen."


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