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Formel 1 - Jerez II: Button toppt die Zeitenliste

Vettel reist vorzeitig ab

Aufatmen bei McLaren - Jenson Button fährt am zweiten Testtag die Bestzeit. Die Renault befeuerten Teams, inklusive Red Bull, haben zu kämpfen.
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Motorsport-Magazin.com - Im Gegensatz zum ersten Testtag herrschte am Mittwoch mehr Fahrbetrieb auf dem Circuito de Jerez. Zur Halbzeit des zweiten Tages hatten die Piloten schon zusammen mehr Runden abgespult als am gesamten Dienstag.

Die Zeiten: Nachdem McLaren am Dienstag mit Abwesenheit glänzte, überraschte Jenson Button am zweiten Testtag mit der Bestzeit. In 1:24.165 Minuten führte er die Tabelle sechs Zehntel vor Ferrari-Rückkehrer Kimi Räikkönen an. "Die Autos werden sich in den kommenden Monaten noch extrem verändern, sodass eine gute Basis entscheidend ist und ich denke, dass wir diese haben", verriet Button und fügte hinzu: "Es gibt nichts, das mich erschreckt. Natürlich liegt noch Arbeit vor uns, aber das ist nichts, was wir nicht schaffen könnten." Mit einer Zeit von 1:25.344 Minuten fand sich Valtteri Bottas (Williams) auf Rang drei wieder, dahinter folgten Nico Rosberg (Mercedes) und Sergio Pérez (Force India). Die Top-8 komplettierten Esteban Gutierrez (Sauber), Marcus Ericsson (Caterham) und Weltmeister Sebastian Vettel. Mit 97 Runden war Rosberg der fleißigste Pilot des Tages, dahinter folgten Gutierrez mit 53 Runden, Räikkönen mit 47 Runden und Button mit 43 Runden.

Ausfall von Pérez - Foto: Sutton

Die Zwischenfälle: Die erste rote Flagge des Tages löste Gutierrez aus als er in Kurve fünf von der Strecke abkam und im Kiesbett steckenblieb. Wie der Mexikaner verriet, gab es am C33 Bremsprobleme: "Wir hatten Probleme mit dem Bremssystem. Ich wusste nicht wie das System reagieren würde und musste somit in den Bremszonen behutsam vorgehen." Sergio Pérez sorgte für die zweite Unterbrechung des Tages als er in Kurve 1 stehen blieb. Aus dem Heck seines Force India-Boliden stieg leichter Rauch auf.

Caterham sorgte für die dritte rote Flagge des Tages. Am Boliden von Ericsson soll es ersten Informationen zufolge ein Motorproblem gegeben haben. Generell hatten die Renault befeuerten Teams - Red Bull, Caterham und Toro Rosso - am zweiten Testtag zu kämpfen. Aufgrund eines elektronischen Problems schaffte es Kvyat gar nicht auf die Strecke, Vettel musste seinen Arbeitstag wegen eines Problems am Energiespeicher vorzeitig beenden. Insgesamt kam der Weltmeister an beiden Testtagen nur auf enttäuschende 11 Runden. "Bei solch immensen Regelveränderungen ist es normal, Kinderkrankheiten zu haben", verteidigte sich der Deutsche.

Der Regentest: Eigentlich hatte sich Pirelli den Freitag für einen gezielten Regentest ausgesucht, doch die Wettervorhersage ließ den Reifenhersteller den Test vorziehen. Traktoren bewässerten in der Früh zusätzlich die Strecke, um den Teams die Gelegenheit zu geben, die neuen Regenreifen und Intermediates zu testen. Die Regenreifen für die Hinterachse haben ein neues Laufflächenprofil, um das Aquaplaning-Risiko bei Höchstgeschwindigkeiten zu senken. Die neuen Reifen können 65 Liter Wasser/Sekunde verdrängen, die Vorgänger schafften 60 Liter. Die neue Mischung bringt zudem auch bei feuchten und trockenen Bedingungen maximale Leistung, um den Übergangspunkt zu den Intermediates zu vergrößern.

Zusätzliche Bewässerung - Foto: Sutton

"Der Belag in Jerez ist anders als bei anderen Rennstrecken. [Anm. der Red.: Jerez verfügt über den rauesten Asphalt aller F1-Strecken] Trotzdem haben wir ein erstes Bild der Reifenkonstruktion und des Verschleißes erhalten", erklärte Franz Tost. Ab Mittag waren die Piloten wieder auf Slicks unterwegs. Auch die Slick-Mischungen der 2014er Kollektion verfügen über eine neue Konstruktion und neue Mischungen, insgesamt sind sämtliche Reifen etwas schwerer als im Vorjahr. Den Teams stehen für den viertägigen Test in Jerez 25 Reifensätze zur Verfügung.

Marussia-Update: Gegen Ende der Testsession kam der neue Renner an der Rennstrecke an. Marussia hofft, den MR03 am Donnerstag einsetzen zu können.

Das Testprogramm in Jerez:

Team Mittwoch Donnerstag Freitag
Red Bull Vettel Ricciardo Ricciardo
Mercedes Rosberg Hamilton Rosberg
Ferrari Räikkönen Alonso Alonso
McLaren Button Button/Magnussen Magnussen
Force India Perez Juncadella - noch offen -
Sauber Gutierrez Sutil Sutil
Williams Bottas Massa Massa
Toro Rosso Kvyat Vergne Kvyat
Marussia Bianchi Chilton Bianchi
Caterham Ericsson Frijns Kobayashi

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