Formel 1 - Kvyat: Der STR9 ist kein Top-Model

Habe gelernt, Herausforderungen zu genießen

Daniil Kvyat betrachtet sein Arbeitsgerät nüchtern, schließlich sieht er beim Fahren nur das Lenkrad und die Straße. Was kümmert ihn da eine markante Nase?
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Motorsport-Magazin.com - Daniil Kvyat enthüllte am Montagabend gemeinsam mit Teamkollege Jean-Eric Vergne den STR9, und stellte fest, dass er kein "Top-Model" ist. Auf die Frage, ob es bereits einen Spitznamen für die sehr markante Nase gibt, meinte er zwar nein, deutete jedoch an, das hinter vorgehaltener Hand durchaus ein Spitzname kursiert, der sich jedoch auf eine Person - aller Voraussicht nach aus dem Paddock - bezieht, und deshalb für Ärger sorgen könnte.

Wenn ich fahre, sehe ich das Lenkrad und die Straße, das ist alles, was für den Fahrer zählt.
Daniil Kvyat

"Am Ende ist wichtig, dass er schnell ist. Wenn ich fahre, sehe ich das Lenkrad und die Straße, das ist alles, was für den Fahrer zählt", stellte er klar, dass ihn die Optik seines Arbeitsgeräts nur wenig interessiert. Zudem seien bis zum Saisonauftakt in Melbourne Änderungen möglich. "Bislang haben wir viele verschiedene Formen gesehen - wer weiß schon, ob sich das nicht im Laufe des Jahres weiter verändert."

Alle im Team hätten großartige Arbeit geleistet, um das Auto für diese Testfahrten fertigzustellen. "Ich weiß, wie hart sie gearbeitet haben, weil ich mir das genau angesehen habe, den gesamten Herstellungsprozess. Es ist ein großer Prozess, viele Menschen sind daran beteiligt. Jetzt beginnt der Teil mit dem Fahren, was ich natürlich am meisten genieße", meinte er schmunzelnd.

Ich weiß, wie hart sie gearbeitet haben, weil ich mir das genau angesehen habe.
Daniil Kvyat

Fünf oder sechs Mal sei er in der Fabrik in Faenza gewesen, um mit den Ingenieuren über die größten Veränderungen zu sprechen. "Natürlich haben wir auch im Simulator gearbeitet, das ist ziemlich wichtig", erklärte er. Nicht nur von technischer, sondern auch von fahrerischer Seite erwartet der junge Russe Veränderungen - allerdings keine allzu großen. "Nicht so, dass man denkt: Wow!", relativierte er.

"Am Ende muss man nach wie vor den besten Grip und die beste Linie finden, um verschiedene Phasen der Kurve zu optimieren. Das wird sich nicht ändern. Aber ich weiß noch nicht genau, was ich erwarten soll. Das werden wir nach Tag zwei sehen, dann weiß ich mehr", sagte er. Das Stichwort dieser Tage lautet Herausforderungen - mit denen Kvyat kein Problem hat. "Ich habe gelernt, Herausforderungen zu genießen."


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