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Formel 1 - Laguna Seca & Co.: Wo die F1 fahren sollte

Neue Strecken gesucht

Obwohl der Rennkalender immer umfassender wird, war die Formel 1 auf vielen großartigen Strecken noch nicht zu Gast.
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Motorsport-Magazin.com - Der Rennkalender für die Saison 2014 wurde nun offiziell bestätigt. Erneut stehen 19 Grands Prix auf dem Programm und mit Österreich sowie Russland scheinen auch zwei neue Schauplätze auf. Es gibt jedoch viele aufregende Strecken, auf denen die Formel 1 noch nie gastierte, sich einen Besuch der Königsklasse aber fraglos verdient hätten. Motorsport-Magazin.com präsentiert fünf Kurse, die den Formel-1-Kalender bereichern würden.

Wie lauten eure Vorschläge, wo würdet ihr die Formel 1 gerne sehen? Teilt es uns in den Kommentaren unter dem Artikel mit!

Laguna Seca Raceway

Marc Gene trieb den Ferrari schon durch die Corkscrew - Foto: Ferrari

Die Formel 1 versuchte schon auf zahlreichen Strecken in den Vereinigten Staaten Fuß zu fassen, so recht zu gelingen scheint es aber erst jetzt in Austin. Noch nie zu Gast war man in Laguna Seca, obwohl die kalifornische Traditionspiste mit der Corkscrew die vielleicht atemberaubendste Kurve der Motorsportwelt beherbergt.

Der gerade einmal 3,6 km lange Kurs verfügt über elf Kurven und ist eine wahrhaftige Berg- und Talbahn. Der inoffizielle Streckenrekord wird übrigens kurioserweise von einem Formel-1-Boliden gehalten. 2012 brannte Ferrari-Pilot Marc Gene im Zuge eines Demoruns eine Zeit von 1:05.786 Minuten in den Asphalt. Zum Leidwesen der Fans scheint Laguna Seca ab 2014 auch nicht mehr im MotoGP-Kalender auf, obwohl Marc Marquez gegen Valentino Rossi in der Corkscrew das Überholmanöver des Jahres setzte.

Guia Circuit Macao

Macao garantiert Spektakel - Foto: F3 Euroseries

Den traditionellen Abschluss der Motorsportsaison stellt der Macao Grand Prix auf dem Guia Circuit dar. In unterschiedlichen Kategorien - von Tourenwagen bis zu Motorrädern - duellieren sich die Piloten um den Sieg auf dem 6,2 km langen Straßenkurs der chinesischen Sonderverwaltungszone. Aufgrund der oftmals geringen Streckenbreite und nicht einsehbaren Kurven stehen Unfälle dabei an der Tagesordnung.

Es wäre wohl eine große Herausforderung, die Strecke für die moderne Formel 1 tauglich zu machen, doch wäre ein Spektakel der Extraklasse garantiert. In den Straßen Macaos siegten bereits unter anderem Michael Schumacher, Ayrton Senna und David Coulthard, die das prestigeträchtige Formel-3-Rennen für sich entschieden und ihre Karrieren damit so richtig in Schwung brachten.

Automotodrom Brno

Die Zuschauer strömen nach Brno - Foto: Estrella Galicia

Während es mit dem Großen Preis von Ungarn ein traditionsreiches Rennen hinter dem ehemaligen eisernen Vorhang gibt, stößt ab 2014 auch der Russland GP in Sotschi hinzu. Ein weiterer Kurs im einstigen Ostblock, der sich den Besuch der Formel 1 verdient hätte, ist das Automotodrom Brno in Tschechien. Die 5,4 km lange Strecke wird momentan vor allem für Zweirad-Rennen genutzt und ist gilt als Highlight im MotoGP-Kalender.

Auch der Formel 1 würde ein Abstecher nach Tschechien gut zu Gesicht stehen, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Fans, die stets an die Strecke strömen. Zudem sollte der fahrerisch anspruchsvolle Kurs, der mit einigen guten Überholmöglichkeiten aufwartet, auch die Piloten vollauf fordern.

Mount Panorama Circuit Bathurst

In Bathurst ist viel Mut gefragt - Foto: Sutton

Unter Insidern gilt die V8 Supercars Australia als beste Tourenwagenserie der Welt. Spektakuläre Autos, jede Menge Überholaction sowie ein dichtes Starterfeld werden geboten, wenn sich bis zu 300.000 Zuschauer an die Rennstrecken drängen. Ein absoluter Fixpunkt im Kalender ist der Mount Panorama Circuit in Bathurst.

Der 6,2 km lange Kurs verläuft zum Teil über öffentliche Straßen und wartet mit Steigungen von bis zu 16 Prozent auf. Die Strecke bietet von langen Geraden bis hin zu den unterschiedlichsten Kurvenvarianten alles, was das Rennfahrerherz höher schlagen lässt. Allerdings entsprechen die Sicherheitsstandards nicht mehr den heutigen Anforderungen, weshalb für einen Besuch der Formel 1 große Umbaumaßnahmen nötig wären.

Autódromo Internacional do Algarve

Portimao wäre für die F1 bereit - Foto: Mercedes-Benz

Seit die Formel 1 Portugal 1996 den Rücken kehrte, hat sich im iberischen Staat einiges getan. Neben Estoril, wo die Königsklasse einst ihre Runden drehte, gibt es im Süden des Landes in Portimão mit dem Autódromo Internacional do Algarve eine 2008 errichtete Strecke, die den Anforderungen höchsten Rennsports mehr als nur gerecht wird.

Neben einer Zuschauerkapazität von 80.000 und einer guten öffentlichen Anbindung - der Flughafen von Faro befindet sich nur 45 Minuten entfernt - spricht vor allem das Layout der 4,6 km langen Strecke für einen Besuch der Formel 1. Der Kurs hebt sich angenehm vom Tilke-Einheitsbrei ab, wie zahlreiche spektakuläre Rennen in Serien wie Formel Renault, FIA GT und Superbike beweisen. Außerdem wäre ein Abstecher an die Algarve-Küste für die Piloten im Sommer sicherlich auch höchst verlockend.


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