Formel 1 - Mercedes: Red Bull war unschlagbar

Hamilton zieht mit Lauda gleich

Lewis Hamilton musste sich nach seiner Pole Position mit dem dritten Platz zufrieden geben. Dafür wird er jetzt mit Niki Lauda in einem Atemzug genannt.
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Motorsport-Magazin.com - Schon vor dem Rennen blickten die Mercedes-Piloten mit eher düsteren Mienen in die TV-Kameras, weil die erwarteten Regenschauer ausblieben. Zwar wurden immer wieder kurze Schauer während des Rennens vorhergesagt, letztendlich blieb es aber 44 Runden lang trocken. Für Lewis Hamilton und Nico Rosberg nicht unbedingt von Vorteil, zeigte sich schon am Freitag, dass bei diesen Bedingungen nicht unbedingt mit den Silberpfeilen zu rechnen ist.

Als wir das Wochenende begonnen haben, hab ich schon gedacht, dass wir hier kein gutes Paket haben.
Lewis Hamilton

"Als wir das Wochenende begonnen haben, hab ich schon gedacht, dass wir hier kein gutes Paket haben", gab Hamilton nach dem Rennen offen zu. Entsprechend gestaltete sich dann auch das Rennen des Briten. Nach einem guten Start musste er die Eau Rouge mit vollem Tank deutlich langsamer durchfahren als Sebastian Vettel, der sich im Windschatten ansaugte und auf der Kemmel-Geraden kurzen Prozess machte. In Folge musste Hamilton den Red Bull ziehen lassen und verlor später auch noch eine Position gegen Fernando Alonso.

"Wir hatten ein schwieriges Rennen, die anderen waren schneller. Es war nicht einfach", resümierte er. Allerdings reichte es für den 28-Jährigen immerhin zu Rang drei und somit einem weiteren Podium. Es war seine fünfte Podiumsplatzierung in dieser Saison, seine 54. insgesamt. Damit zieht der Mercedes-Pilot mit Niki Lauda gleich, was ihm viel bedeutet: "Es freut mich, in einem Atemzug wie die Legende Niki Lauda erwähnt zu werden." Toto Wolff fand anschließend lobende Worte für Hamilton. "Er performt auf einem sehr hohen Level - wirklich sensationell. Aber auch Nico [Rosberg], der direkt hinter ihm war. Das freut mich besonders, es war eine gute Teamleistung und beide pushen sich gegenseitig."

Ganzes Wochenende nicht perfekt

In der Tat kam Nico Rosberg unmittelbar hinter seinem Teamkollegen auf Rang vier ins Ziel, ihm fehlten lediglich zwei Sekunden auf das Podium. "Für mich lief das gesamt Wochenende nicht perfekt. Schon im Qualifying hatte ich Pech und dann musste ich die ganze Zeit überholen, die Strategie war nicht perfekt", klagte der Wiesbadener. Aber es gab nicht nur negative Seiten bei Rosberg, der Speed sei prinzipiell gut gewesen, ein besseres Resultat in Reichweite.

Wir haben ein bisschen etwas falsch gemacht. Wir müssen analysieren, wie wir uns vor dem Wochenende aufgestellt haben und in Monza das Auto am Freitag schon besser auf die Strecke stellen.
Toto Wolff

Für das Team sprang aber das bestmögliche Resultat heraus, wie Niki Lauda glaubt. "Es ist ein sehr gutes Teamresultat und wir haben den Vorsprung auf Ferrari ausgebaut. Heute war nicht mehr drin, da muss man realistisch sein." Besonders WM-Leader Sebastian Vettel war außer Reichweite der Silberpfeile: "Vettel war mit dem Red Bull unschlagbar, sie haben alles richtig gemacht. Aber mit Alonso war bei diesen Bedingungen auch zu rechnen, die haben sich hier in Spa gut erholt."

In zwei Wochen folgt mit Monza schon das Ende der Europasaison, mit Prognosen ist man bei Mercedes noch vorsichtig. "Ich glaube, dass es erst ab Singapur wieder nach vorne geht, für Monza sind meine Hoffnungen nicht ganz so groß", gestand Hamilton. Toto Wolff hat derweil schon einen Fehler in der Vorbereitung des Belgien GP ausgemacht und möchte nun verhindern, dass etwas Ähnliches in Italien passiert. "Wir haben ein bisschen etwas falsch gemacht. Wir müssen analysieren, wie wir uns vor dem Wochenende aufgestellt haben und in Monza das Auto am Freitag schon besser auf die Strecke stellen."Ein Hoffnungsschimmer: Die langen Geraden in Monza sollten dem Mercedes wieder etwas besser liegen.


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