Formel 1 - Williams Vorschau: Großbritannien GP

Schlechtes Wetter für guten Ausgang?

Bei Williams läuft es überhaupt nicht rund und ausgerechnet am kommenden Wochenende steht ein besonderes Rennen auf dem Plan. Regen als Plan B?
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Motorsport-Magazin.com - Es hatte hoffnungsvoll begonnen in Kanada: Valtteri Bottas sorgte im Qualifying mit Startplatz drei für die Riesen-Überraschung. Im Rennen gab es dann wieder einmal nichts zu holen für den Finnen und Teamkollege Pastor Maldonado. Seit Saisonbeginn jagen die beiden Williams-Piloten vergeblich den Punkten hinterher. In Silverstone wartet am kommenden Wochenende nicht nur das Heimrennen der Truppe aus Grove, sondern auch das 600. Grand-Prix-Rennen des Traditionsstalls. "Hoffentlich haben wir ein starkes Wochenende und fahren ein paar Punkte ein", gab sich Maldonado äußerst zuversichtlich angesichts der aktuellen Situation.

Bottas, der seine erste volle Saison in der Formel 1 fährt, betritt in Silverstone zumindest kein Neuland. Im vergangenen Jahr durfte er beim 1. Training zum Großbritannien Grand Prix ins Cockpit klettern. Außerdem sammelte er während der Young Driver Days Erfahrungen auf dem britischen Highspeed-Kurs. "Die Erfahrung auf dem Kurs wird mir helfen, schnell den nötigen Speed zu finden", hoffte Bottas. "Normalerweise geht die Strecke nicht gerade sanft mit den Reifen um. Graining tritt häufig auf, weil die Temperaturen oft niedrig sind und der Kurs sehr anspruchsvoll ist."

Die Erfahrung auf dem Kurs wird mir helfen, schnell den nötigen Speed zu finden.
Valtteri Bottas

Aktuell soll es ein trockenes Rennwochenende in Silverstone werden, doch die Strecke ist für ihre Wetterkapriolen bestens bekannt. Sollte Williams es in der Pause seit Montreal nicht gelungen sein, das Auto merklich zu verbessern, könnten der Truppe zumindest die Witterungsbedingungen in die Karten spielen. Bottas: "Weil es hier so oft regnet und kalt ist, wird das Fahren auf der Strecke nicht einfacher. Aber nach unserem starken Qualifying in Kanada unter nassen Bedingungen bin ich zuversichtlich, dass wir auch damit gut zurecht kämen."

Williams: Silverstone Bilanz

Williams in Silverstone: Bereits acht Mal konnten Williams-Piloten beim Heimspiel ihres Arbeitgebers den Sieg davontragen. Den Anfang machte 1979 Clay Regazzoni, danach folgten Nigel Mansell (1987, 1991 und 1992), Alain Prost (1993), Damon Hill (1994) sowie Jacques Villeneuve (1996 und 1997). Die letzte Podiumsplatzierung auf dem Flughafenkurs geht auf Juan Pablo Montoya zurück, der 2003 Zweiter wurde.

Pastor Maldonado in Silverstone: Der Venezolaner trat bisher zwei Mal in Silverstone an und qualifizierte sich jeweils auf dem siebten Startplatz. Im Rennen lief es dann aber deutlich weniger gut und es standen nur mehr die Ränge 14 und 16 zu Buche.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Williams gab zuletzt ein trauriges Bild ab, woran auch Valtteri Bottas' dritter Startplatz in Montreal nichts ändern konnte. Auch in Silverstone wird es für die Traditionsmannschaft äußerst schwierig, endlich in die Punkte zu fahren und damit zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt etwas Zählbares mitzunehmen. Aber vielleicht hat das britische Wetter ja Einsehen und spült die Williams-Boliden in einem verregneten Grand Prix nach vorne. (Philipp Schajer)


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