Formel 1 - Red-Bull-Dominanz gefällt Ecclestone nicht

Vettel nie als uncharismatisch bezeichnet

Bernie Ecclestone wäre es recht, wenn im kommenden Jahr nicht mehr Red Bull Racing die Titel mit nach Hause nimmt. Michael Schumacher hätte er Siege zugetraut.
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Motorsport-Magazin.com - Drei Jahre in Folge konnte Red Bull Racing zuletzt die Weltmeister-Titel bei Fahrern und Konstrukteuren feiern. Für Bernie Ecclestone hat die Serie des Teams damit nun lange genug gedauert, er wünscht sich etwas Abwechslung an der Front der Formel 1. "Red Bull hat viel für die Reputation des Sports getan, die Formel 1 muss ihnen dankbar sein. Nach drei Jahren wäre es aber nicht schlecht, wenn es zu einem Wechsel an der Spitze kommt; vielleicht ja zugunsten von Ferrari", sagte der Brite.

Ich sagte, dass Vettel ein großer Champion, aber auch noch sehr jung ist. Er wird sich als Persönlichkeit noch weiterentwickeln
Bernie Ecclestone

Gegenüber der Zeitung Corriere della Sera musste er zudem noch bestreiten, Sebastian Vettel jemals als nicht charismatisch bezeichnet zu haben. Ende November wurde Ecclestone ein derartiges Zitat nachgesagt, das dementierte er aber vehement. "Das stimmt nicht. Ich sagte, dass Vettel ein großer Champion, aber auch noch sehr jung ist. Er wird sich als Persönlichkeit noch weiterentwickeln", betonte der Formel-1-Boss, der in seinem eigenen Team Vettel und Lewis Hamilton als Fahrer engagieren würde.

Schumacher vom Auto runtergezogen

Als Siegfahrer hätte er aber auch Michael Schumacher eingeschätzt. Zwar bezeichnete er das Comeback des Rekordweltmeisters jüngst als großen Fehler, dass er nun wieder aufgehört hat, bedauert er aber dennoch. Und er glaubte, mit einem anderen Auto wäre viel mehr drin gewesen. "Mit einem Red Bull oder Ferrari hätte Michael wieder gewinnen können. Er hätte mehr Garantien einfordern sollen. Er ist von seinem Auto runtergezogen worden und sein Ansehen hat nun Flecken", hielt er fest.

Gibt es einen neuen Ecclestone am Horizont? Nein, ich sehe keinen
Bernie Ecclestone

Wann das Ende von Ecclestone an der Spitze der Formel 1 kommt, ist vorerst noch offen. Er ließ zuletzt zwar anklingen, dass er aufgrund der Bestechungsaffäre rund um den Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB im Jahr 2005 durch Gerhard Gribkowsky möglicherweise seinen Sessel wird räumen müssen, doch dafür muss er erst angeklagt werden. Dass die Formel 1 dann in Gefahr sein würde, glaubt er aber nicht. "Ich habe nur gesagt, dass die Formel 1 ohne mich anders gewesen wäre als heute. Ich denke nicht, dass sie besser wäre. Gibt es einen neuen Ecclestone am Horizont? Nein, ich sehe keinen", meinte er.


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