Formel 1 - Vettel über Neweys besondere Qualitäten

Außergewöhnlicher Zauberer

Sebastian Vettel lobt Adrian Newey in höchsten Tönen und verrät, was den Designer ausmacht. Newey selbst spricht von der härtesten Saison aller Zeiten.
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Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel hat sich in Interlagos seinen dritten WM-Titel in Folge geschnappt. Kein Geheimnis: Technik-Guru Adrian Newey hatte am Erfolg von Red Bull einen immensen Anteil. Das war auch Vettel bewusst, der während der erfolgreichen Asia-Wochen fast gebetsmühlenartig herunterbetete, wie wichtig das Team und jeder einzelne Bestandteil sei. Nach den ersten Feierlichkeiten der Truppe hob Vettel Newey noch einmal hervor und sprach über dessen besondere Fähigkeiten. Die Kritik, dass Vettel nur wegen Newey solche Erfolge habe feiern können, ließ ihn kalt.

"Was Adrian für uns jedes Mal wieder zaubert, ist schon außergewöhnlich", sagte Vettel bei ServusTV. "Das eine ist vielleicht die Kapazität und die Intelligenz zu haben, gewisse Dinge überhaupt auf den Schirm zu bekommen und zusammenzuführen." Immer wieder wartete Newey in den vergangenen Jahren mit technischen Neuerungen auf, die Red Bull am Ende den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafften. Laut Vettel sei es jedoch eine bestimmte Eigenschaft, die Newey auszeichnet.

Dass er sich ins Auto setzt, wie ein Verrückter damit durch die Gegend pfeift und dabei einfach so Dinge ausprobiert, die selbst wir Fahrer uns nicht zutrauen.
Sebastian Vettel

"Was dann den großen Unterschied ausmacht, ist, dass Adrian einfach Spaß daran hat", so Vettel. "Dass er sich ins Auto setzt, wie ein Verrückter damit durch die Gegend pfeift und dabei einfach so Dinge ausprobiert, die selbst wir Fahrer uns nicht zutrauen. Da denkt man sich, was machen wir Fahrer eigentlich das ganze Jahr?" Red Bulls Saison war ein Auf und Ab. Nach verhaltenem Start trumpfte das Team zur zweiten Saisonhälfte auf und Vettel machte Fernando Alonsos großen Vorsprung in der WM mit seinen vier Siegen nacheinander in Singapur, Suzuka, Korea und Indien wett.

Im Vergleich zu 2011, als Red Bull das Feld dominierte, erlebte das Team in der abgelaufenen Saison einen wahren Thriller. "Das war das Härteste, was ich je miterlebt habe", sagte Newey. "Nicht nur die große Anzahl von Rennen, sondern die ganze Saison an sich. Dieses Jahr war einfach komplett anders: Wir hatten mit unserem Auto nicht ganz die Standfestigkeit, die wir uns erwartet hatten. Und so etwas ist für einen Konstrukteur schon hart." Red Bull habe eine ganze Zeit lang nicht verstanden, wie man den RB8-Boliden konstanter konstruieren könne.


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