Formel 1 - Schumacher sieht Strafe als Herausforderung

Motivation ungebrochen

Mercedes schwärmt von Strecke und Fans in Japan und hat sich sportliche Highlights zum Ziel gesetzt.
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Motorsport-Magazin.com - Das Mercedes-Team versucht sich nach dem Wirbel um die Verpflichtung von Lewis Hamilton für die kommende Saison wieder auf das Renngeschehen und den 15. Lauf in 2012 zu konzentrieren. Am schwersten dürfte dies Michael Schumacher fallen, doch der 43-Jährige lässt sich nichts anmerken. "Meine Motivation ist nach den Neuigkeiten der vergangenen Woche ungebrochen, zumal Suzuka für mich ganz klar eines der Highlights im Rennkalender ist", erklärte Schumacher, der der erfolgreichste Pilot der Geschichte des japanischen Kurses ist. "Ich mag diese Strecke mit ihren tollen Passagen, die dich als Fahrer wie nur wenige fordern. Dann die Fans: sie leben Motorsport, und diese Begeisterung zu spüren, macht Spaß. Weil ich zudem großer Fan von japanischem Essen bin, komme ich immer sehr gerne zu diesem Rennen", schwärmte er.

Meine Motivation ist nach den Neuigkeiten der vergangenen Woche ungebrochen, zumal Suzuka für mich ganz klar eines der Highlights im Rennkalender ist.
Michael Schumacher

Einziger Wermutstropfen bei all der Vorfreude ist die Strafversetzung, die der Rekordchampion nach dem Crash mit Jean-Eric Vergne in Singapur erhielt. Ganze zehn Plätze muss Schumacher in der Startaufstellung nach hinten rücken, da ihn die Stewards als "Wiederholungstäter" - er kollidierte auf ähnliche Weise bereits mit Bruno Senna - härter bestraften. "Logischerweise würde ich mir für das Rennwochenende auch ein sportliches Highlight wünschen, wenngleich die Chancen durch meine Rückversetzung natürlich stark eingeschränkt sind. Aber solche Dinge habe ich schon immer als Herausforderung verstanden."

Teamkollege Nico Rosberg geht dagegen nach Rang fünf in Singapur mit guten Vorzeichen in den Japan GP. "Beim zurückliegenden Rennen in Singapur erzielte ich mein bestes Resultat seit einiger Zeit und ich hoffe, dass dies den Beginn eines Aufwärtstrends für mich und das Team darstellt", erklärte er. "Ich freue mich darauf, in dieser Woche nach Japan zu reisen und unsere Arbeit fortzusetzen, um das Beste aus unserem neuen Aerodynamik-Paket und den Upgrades herauszuholen. Suzuka ist eine sehr aufregende Strecke, die jeder Fahrer wegen der interessanten Kurvenkombinationen und des einzigartigen Streckenverlaufs mag. Außerdem bin ich gespannt, die japanischen Fans wieder zu treffen, die eine riesige Leidenschaft für unseren Sport entwickelt haben und uns stets begeistert anfeuern."

Auf einer Skala von 1 bis 10 nahe der 10

Auch Teamchef Ross Brawn lenkt den Fokus auf Strecke und Fans. "Suzuka ist eine fantastische Rennstrecke und die Unterstützung der japanischen Fans für die Formel 1 ist in jedem Jahr aufs Neue äußerst eindrucksvoll. Sie lieben unseren Sport und es ist stets schön, ihre Begeisterung zu erleben, wenn wir am Morgen an der Strecke ankommen. Die Fahrer mögen den Kurs wegen seines fordernden Streckenverlaufs und Suzuka hat über die Jahre hinweg einige sehr spannende und entscheidende Rennen gesehen", betonte er. "Unser Team freut sich darauf, mehr Zeit mit der fortlaufenden Optimierung unserer Neuentwicklungen zu verbringen und wird hart daran arbeiten, ein gutes Wochenende zu haben."

Suzuka gehört zu den anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt und auf einer Skala von eins bis zehn würde dieser Kurs bei einer Fahrer-Umfrage sicher nahe der zehn abschneiden.
Norbert Haug

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hob zudem die besonderen Anforderungen an die Motoren hervor und sah die Aerodynamik auf dem Prüfstand. "Suzuka gehört zu den anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt und auf einer Skala von eins bis zehn würde dieser Kurs bei einer Fahrer-Umfrage sicher nahe der zehn abschneiden. Die Strecke ist ein Klassiker: Die meisten Kurven bilden eine echte Herausforderung, und die schnellen Bergauf-"Esses" hinter den Boxen sind ein Gradmesser für die aerodynamische Leistungsfähigkeit der Autos", meinte er. "Die erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit ist vergleichbar mit jener in Silverstone und die Motoren laufen auf zwei Drittel einer Runde unter Volllast. Motorleistung und Fahrbarkeit des Motors sind wie die aerodynamische Leistungsfähigkeit in Suzuka besonders gefragt."


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