Formel 1 - Blog - Schumacher als Präsident des 1. FC Köln?

Da flippt der Geißbock aus!

Irre Geschichte aus dem Blätterwald: der 1. FC Köln sucht einen neuen Vereins-Boss. Michael Schumacher soll ein Kandidat sein. Eine Win-Win-Situation?
von
Legendäre rechte Klebe: Michael Schumacher - Foto: Sutton

Als einen irren Plan betitelte die Zeitung mit den vier großen Buchstaben diese Geschichte: "Wird Schumi Köln-Boss?" Boss der Stadt Köln?! Nicht ganz. Nachdem Urgestein Wolfgang Overath vor ein paar Wochen mit einer flammenden Rede sein Amt als Präsident des 1. FC Köln niedergelegt hat, sucht der FC offenbar händeringend einen Nachfolger. Per Headhunter sogar! Im Visier des Kopfjägers soll sich nun also angeblich Michael Schumacher befinden. Der Grund ist klar: Schumacher ist bekennender Fan des Vereins - wenn das kein Grund ist.

Der FC würde bei dem Deal mit Sicherheit als Gewinner dastehen, das Presseecho wäre überwältigend, außerdem gilt der F1-Star als passabler Kicker. Ob Schumacher Zeit für den alles andere als konfliktfreien Job hat, steht indes in den Sternen. Aber beleuchten wir die Story doch einmal etwas genauer: hätte der Rekord-Champion nicht vielleicht auch Vorteile ob dieses vermeintlich kuriosen Plans des rheinischen Traditionsvereins?

Natürlich hätte er die! Ein gehöriger Anteil von Schumachers Erfolgen ist auf seine akribische Testarbeit unter der Saison zurückzuführen. Wie ein Duracell-Hase spulte er eine Runde nach der anderen mit der Roten Göttin ab. "Heutzutage ist das nicht mehr möglich", wird Schumacher von italienischen Medien zitiert. "Deshalb hatte ich ein paar Probleme mit den Reifen. Ich habe nicht gelernt, wie man sie korrekt auswertet."

Kennt sich mit Fußball aus: Michael Schumacher - Foto: Sutton

Vorteil Fußball: beim Rasensport gehört das Training zum Alltag (wenn auch teilweise mit fragwürdigen Rumpelkicker-Resultaten). Ein Paradies für den 42-Jährigen! Als Boss der Geißböcke könnte Schumacher ohne Angst vor Sanktionen seitens der FIA jeden Tag trainieren. Reifen-Evaluierung mit Lukas Podolski - warum eigentlich nicht? Dass F1 und Fußball locker Hand in Hand arbeiten können, erklärte jüngst DFB-Physiotherapeut Klaus Eder: "Wie bei einem Formel-1-Motor müssen alle Körper-Teile genau eingestellt sein. Bei einem Profifußballer muss der Fuß täglich kontrolliert werden."

Fassen wir einmal zusammen: Der Effzeeh hätte mit Schumacher einen Fußball-Fan allererster Güte in den eigenen Reihen und der Mercedes-Star könnte endlich wieder täglich seinem Training nachgehen. Die Folge: Köln holt die Meisterschaft, der Geißbock flippt aus und Schumacher fährt zu seinem achten Titel. Eine klare Win-Win-Situation für alle Seiten, oder? Wahrscheinlich nicht. Aber wann - wenn nicht zur Weihnachtszeit - sollen noch Wunder geschehen; oder kuriose Geschichten hervorgekramt werden.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x