DTM - Glock: Jäger der verlorenen Rennlinie

Im Q2 rausgehoppelt

Timo Glock ist mit Startplatz 13 am Norisring nicht unzufrieden - mehr sei nicht drin gewesen. Der BMW-Star erklärt die Gründe für das verfrühte Aus.
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Motorsport-Magazin.com - Startplatz 13 auf einem engen Stadtkurs. Nicht die beste Ausgangslage auf dem Norisring, doch Timo Glock klang nicht einmal unzufrieden. Der BMW-Pilot wusste schon nach den Trainings, dass es für die Münchner schwierig werden würde. Die Befürchtungen sollten sich bewahrheiten, nur Glocks ehemaliger MTEK-Teamkollege Marco Wittmann schaffte den Einzug ins Q3. "Wir hatten keine wirkliche Chance auf die dritte Runde", sagte Glock. "Es war klar, dass der Norisring nicht unsere Strecke ist, weil wir vom Topspeed her nicht mit Mercedes und Audi mithalten können."

Glock hatte im Verlauf des Qualifyings wie auch seine anderen BMW-Kollegen mit einem weiteren Problem zu kämpfen. BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt gegenüber Motorsport-Magazin.com: "In Q1 ist es eigentlich gut gelaufen, auch von den Zeiten her waren wir nah dran. Aber bis auf Marco konnten wir im Q2 nicht der Streckenentwicklung folgen."

Startplatz 13 für Timo Glock am Norisring - Foto: DTM

Sonne weg - Speed weg

Glock konnte seine beste Rundenzeit im Q2 im Vergleich zu Q1 um nur etwa zwei Hundertstelsekunden steigern. Für den Einzug ins Top-8-Qualifying hätte der frühere Formel-1-Pilot knapp zwei Zehntel finden müssen. "Im Q1 habe ich eine halbwegs gute Runde hingebracht, und im Q2 war es auf dem ersten Reifensatz okay", so Glock. "Dann verschwand die Sonne und es ging gar nichts mehr! Auf meinem zweiten Reifensatz war ich zwei Zehntel langsamer."

Ich habe kein einziges Mal die letzte Kurve hinbekommen.
Timo Glock

Die BMW-Piloten klagten im Qualifying kollektiv über starkes Untersteuern, da bildete Glock keine Ausnahme. Mit seiner allgemeinen Performance war er zwar zufrieden - und doch hatte er seine lieben Probleme auf dem 2,3 km kurzen Kurs in Nürnberg. Glock gab offen zu: "Ich habe kein einziges Mal die letzte Kurve hinbekommen. Da benötigst du eine spezielle Linie, die habe ich aber nicht gefunden. In der Mitte der Kurve und am Ausgang gibt es zwei, drei Bodenwellen, wo mein Auto ein bisschen versetzt. Da muss ich eine andere Linie finden."

Glock im Q2 raus - nur Marco Wittmann schaffte es in Runde 3 - Foto: BMW AG

Immer diese Bodenwellen

Mit Bodenwellen hat BMW traditionell seit Jahren Probleme, das setzt sich offenbar auch mit dem BMW M4-Boliden fort. Keine gute Voraussetzung für Glock und Co. auf dem welligen Stadtkurs. "Da haben wir noch Nachholbedarf", räumte Glock ein. "Wir haben uns in diesem Punkt zwar verbessert, aber noch nicht genug, um mit Mercedes und Audi mithalten zu können."

Um deutlich nach vorn zu kommen, muss Glock auf Regen hoffen. Aktuell sieht es nach nassen Bedingungen am Rennsonntag aus, möglicherweise aber nur teilweise während des Rennens - so die letzte Vorhersage aus dem Fahrerlager. "Das kann uns entgegenkommen", bestätigte Glock. "Fatal wäre es aber, wenn wir im Regen genauso viel Untersteuern hätten wie heute im Trockenen. In diesem Fall würde ich für uns kein Vorankommen sehen."


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