DTM - Werner: Erst Crash, dann eingenebelt

Green und Feuerlöscher als Kontrahenten

Dirk Werner und Jamie Green nehmen zu ihrem Unfall Stellung. Werner machte auch noch ein übereifriger Streckenposten zu schaffen.

Motorsport-Magazin.com - Alles schien so, als würde das Rennen in Zandvoort einem ruhigen Ende entgegenfahren, doch weit gefehlt. Sechs Runden vor dem Fallen der Zielflagge kollidierten Dirk Werner und Jamie Green, wobei der BMW-Pilot so heftig abflog, dass er im Kiesbett stecken blieb und das Safety Car auf den Plan rief. Zu allem Überfluss betätigte ein übereifriger Streckenposten auch noch einen falschen Knopf an Werners Boliden, sodass der Feuerlöscher losging, was für den 32-Jährigen naturgemäß alles andere als angenehm war.

Ich habe vor der Kurve gebremst, er anscheinend nicht
Dirk Werner

"Beim Anbremsen der vorletzten Kurve ist mir Jamie Green hinten reingefahren und dann stand ich im Kies. Er hat die Linie von innen nach außen gewechselt und meine Fahrlinie dabei gekreuzt", ließ Werner bei Motorsport-Magazin.com die Szene noch einmal Revue passieren. "Ich habe vor der Kurve gebremst, er anscheinend nicht."

Dass Werner bremste, muss auch der Brite zur Kenntnis nehmen, doch Green war völlig überrascht, dass sein Kontrahent bereits so früh in die Eisen stieg. "Er wollte sich offenbar verteidigen und entschied sich früher zu bremsen und wurde daher getroffen", schilderte der Audi-Mann. "Ich denke, er lag falsch, so früh zu bremsen, aber ich war zu nahe dran und weil er so früh bremste, konnte ich ihn nicht vermeiden. Das nächste Mal, wenn ich in einer solchen Situation bin, mache ich einen besseren Job."

Ich denke, er lag falsch, so früh zu bremsen
Dirk Werner

Während Werner keine Chance mehr auf Punkte hatte, befand sich Green auf dem Vormarsch und fuhr rund zwei Sekunden schneller als die Konkurrenz, weshalb ihn der Zwischenfall besonders wurmte. "Es ist schade, weil ich so viel schneller war und Punkte hätte holen können", grummelte der Brite. "Ich bin ziemlich genervt, dass das passiert ist."

Dafür, dass Werner schlussendlich nicht nur im Kiesbett stand, sondern auch noch mit dem Inhalt des Feuerlöschers Bekanntschaft machte, zeichnete ein Streckenposten verantwortlich. "Das war eine Überraschung und war natürlich unangenehm, weil es feiner Staub ist. Es war alles weiß im Cockpit und man sollte es auch nicht unbedingt einatmen", sagte der BMW-Pilot und klärte das mögliche Missverständnis auf: "Es gibt von außen die Möglichkeit, den Feuerlöscher auszulösen und die Möglichkeit den Stromkreis zu unterbrechen. Die Schalter liegen nebeneinander und man kann sie verwechseln, wenn man sich nicht auskennt."


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