Dakar - Erneuter Podiumsplatz für Husqvarna Rallye Team

Erfolg trotz Sturz und Motorwechsel

Am dritten Tag der Rallye Dakar war es an Paulo Goncalves, die Teamfahnen auf dem Podium hochzuhalten.

Motorsport-Magazin.com - In Nazca, einer der berühmtesten kulturhistorischen Städte in Peru, endete die dritte Etappe der diesjährigen Dakar. Husqvarna Speedbrain Pilot Paulo Goncalves lag am Ende nur wenige Sekunden hinter Etappengewinner Chaleco Lopez auf dem zweiten Tagesrang. Mit dieser Leistung hätte sich der Portugiese auf Anhieb sogar auf den dritten Platz in der Gesamtwertung verbessern können, allerdings hatte er wegen eines Motorwechsels am Vorabend 15 Minuten Strafzeit zu verbuchen und belegt derzeit Rang 16. Alessandro Botturi fuhr heute ebenfalls bravourös und kam trotz eines Sturzes auf den vierten Platz in der Tageswertung.

Joan Barreda büßte durch ein defektes Hinterrad viel Zeit ein. - Foto: Speedbrain

Joan Barreda hatte weniger Glück. Bei einem Sprung in den Dünen der Sonderprüfung beschädigte der Spanier sein Hinterrad, musste mit stark vermindertem Tempo bis ins Etappenziel rollen und büßte so 30 Minuten ein. Bis dahin lag Joan auf seiner Husqvarna TE 449 RR by Speedbrain souverän in Führung und kontrollierte das Feld, obwohl er als Erster die Strecke "aufmachen" musste. Husqvarna Speedbrain Kundensport-Pilot Jordi Viladoms konnte sich mit seiner heutigen Leistung weiter verbessern und belegt nun Platz acht in der Gesamtwertung.

Die morgige Etappe von Nazca nach Arequipa hat es in sich. Mit einer Gesamtlänge von 718 km, davon 289 km als Wertungsprüfung, wird sie eine der Schlüsseletappen der gesamten Veranstaltung.

Paulo Goncalves: "Ich machte heute mächtig Dampf und freue mich natürlich über das Podium. Nur schade, dass ich über eine Minute verlor, als ich mich in einer der Dünen kurz festfuhr. Egal, ich wollte heute gewinnen, und das hat ja auch fast geklappt."

Alessandro Botturi: "Ich hatte heute einen sehr spektakulären Abflug. Nach ca. 100 km in der Sonderprüfung kam ich mit viel Fahrt über eine Düne und überschlug mich. Es ist aber Gott sei Dank nichts passiert. Ich musste dann allerdings etwas Feuer rausnehmen, denn die Strecke wurde zunehmend staubiger."

Joan Barreda: "Es lief eigentlich sehr gut bis etwa km 40. Dann ist allerdings nach einem mächtigen Sprung mein Hinterrad komplett kaputtgegangen und ich musste längere Zeit anhalten um alles notdürftig zu reparieren. Um keinen Totalausfall zu riskieren fuhr ich dann nur noch äußerst vorsichtig bis zum Etappenziel. Aber das ist eben die Dakar. Morgen ist ein neuer Tag".

Team Manager Wolfgang Fischer: "Heute lief es genau andersherum als gestern. Paulo und Alessandro machten alles richtig und hatten das nötige Rennglück, während Joan und Matt heute einfach Pech hatten. Vor allem für Joan ist es etwas schade, denn er war bis dahin superschnell unterwegs. Morgen wird ein schwerer Tag mit 289 km Wertungsprüfung. Joan und Matt starten zwar ziemlich weit hinten, können aber dadurch natürlich sehr viel Boden gutmachen."


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x