Dakar - Das Geheimnis des KTM-Erfolges

Zeit, Energie und Stabilität

Ein KTM-Pilot gilt auch 2013 als heißester Sieganwärter bei der Dakar. Woran liegt die Stärke des österreichischen Herstellers?
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Motorsport-Magazin.com - Wenn am kommenden Wochenende die Dakar 2013 losgeht, geht KTM-Pilot Cyril Despres als klarer Favorit in das Motorradrennen. Der Franzose selbst sieht seine Chancen jedenfalls gut - vor allem weil sein Dauerrivale und Markenkollege Marc Coma verletzungsbedingt nur in beratender Funktion vor Ort ist. "Ich habe hart trainiert und obwohl ich dieses Jahr nicht so viele Rennen fuhr, so gewann ich beide großen Rallyes, bei denen ich dabei war. Abgesehen davon gibt es aber so viele Dinge, die passieren können, so viele Dinge, die man bei einem Rennen wie der Dakar nicht vorhersagen kann. Deswegen bin ich immer vorsichtig", meint Despres.

Sie haben viel Zeit, Mühe und Geld investiert, um dieses Rennen zu gewinnen
Cyril Despres

Für den Franzosen ist der größte Gegner bei der Dakar nicht einer seiner menschlichen Konkurrenten, sondern die Wüste. "Die kann niemand meistern." KTM hat es in den vergangenen elf Jahren aber gut geschafft, sie zu bewältigen, immerhin war der österreichische Motorradhersteller seit 2001 bei jeder Dakar-Ausgabe erfolgreich. Warum es so gut lief, liegt für Despres an mehreren Faktoren. "Erstens war ihr Motorrad in dieser Zeit das beste und das ist immer ein wichtiger Faktor. Dann ist da die Tatsache, dass dieses Rennen für KTM immer Priorität hatte. Sie haben viel Zeit, Mühe und Geld investiert, um dieses Rennen zu gewinnen. Das ist ein Eckpfeiler ihrer Marketing-Strategie - sie wollen wirklich gewinnen."

Neue Gegner

Doch das ist nach Despres' Meinung noch nicht alles. Die mittlerweile enorme Erfahrung KTMs ist ebenfalls eine Hilfe und dann gab es große Stabilität. "Ich hatte jetzt zehn Jahre denselben Mechaniker. Das ist ein großes Plus. Es gibt kein anderes Motorrad-Team im Biwak, das so viel Erfahrung hat wie wir. 2013 wird es aber nicht ganz einfach, da es einige neue und sehr ambitionierte Teams gibt und die sind sehr motiviert. Es wird wie immer ein interessantes Rennen", erklärt der vierfache Dakar-Sieger.

Wartung und Zuverlässigkeit bei den Maschinen sind einer der wichtigsten Faktoren
Marc Coma

Coma war bislang drei Mal erfolgreich, hat dieses Jahr aber keine Chance auf Sieg Nummer vier. Seine Schulterverletzung von der Marokko Rallye im Oktober ist noch nicht gut genug verheilt. KTM unterstützt er dennoch vor Ort. Er weiß, wie wichtig vor allem die Wartung und Zuverlässigkeit sein werden. "Wartung und Zuverlässigkeit bei den Maschinen sind einer der wichtigsten Faktoren. Deswegen muss das Motorrad jeden Tag gecheckt und wenn nötig auch repariert werden. Wir waschen es im Biwak ordentlich ab und das macht es für den Mechaniker einfacher, jene Teile zu erkennen, die kaputt sein könnten. Er kann sie dann ersetzen, wenn es nötig ist", sagt Coma.

Ein Segen für Caselli

An Stelle des Spaniers wird der Amerikaner Kurt Caselli die Dakar 2013 bestreiten. Es wird sein erster Einsatz bei der Wüstenrallye und den kann er gleich mit dem KTM-Werksteam bestreiten. "Es war immer ein Karriereziel von mir, in der Dakar mitzufahren. Es gebe keine Möglichkeit für mich, das zu erreichen, wenn ich nicht die fortlaufende Unterstützung von KTM hätte. Dass ich das großartigste Offroad-Rennen der Welt auf der besten Maschine der Welt fahren kann, ist wahrlich ein Segen."


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