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Loeb profitiert vom Pech der Gegner - Erste Etappe auf Sardinien

Mit drei Sonderprüfungs-Bestzeiten und mit etwas Pech bei der Konkurrenz, holte sich Sebastien Loeb die Führung am ersten Tag auf Sardinien.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Irgendwie ist es sich für Sebastien Loeb ausgegangen, die Führung nach der ersten Etappe der Sardinien Rallye inne zu haben. Darauf musste er allerdings bis zur sechsten und letzten Sonderprüfung des Tages warten und auch darauf, dass seine Kontrahenten, allen voran Marcus Grönholm, Pech hatten. So erwischte es einmal Petter Solberg, der eine Strafe bekam, weil er das Service nach Problemen am Bremssattel zu spät verlassen hatte. Dann musste Jari-Matti Latvala mit einer gebrochenen Aufhängung sein Auto abstellen - der Finne hatte den ganzen Vormittag das Feld angeführt. Schließlich war es dann Grönholm selbst, der mit einem gebrochenen Stoßdämpfer auf der fünften Prüfung Zeit verlor.

Dadurch und auch wegen seiner zwei Sonderprüfungs-Bestzeiten am Nachmittag - und einer am Vormittag - hat Loeb nun eine Führung von 22,4 Sekunden auf Grönholm. Der liegt seinerseits nur 6,7 Sekunden vor Mikko Hirvonen, der sich am Nachmittag ebenfalls stark nach vorne gearbeitet hatte. Nach den ersten drei Prüfungen am Morgen war er noch auf Rang sieben gelegen. Doch auch Henning Solberg darf sich noch Hoffnungen auf das Podest machen. Der schnellste Privatier liegt 3,8 Sekunden hinter dem dritten Rang.

Erst dahinter wird die Lücke dann beträchtlich größer. So liegt Dani Sordo bereits 1:18 Minuten hinter seinem Teamkollegen Loeb und Petter Solberg fehlen im Subaru noch rund drei Sekunden mehr. Manfred Stohl, der nach dem Vormittag über Probleme am Handling seines Citroen geklagt hatte, arbeitete sich immerhin noch auf Rang acht nach vorne. Auf den siebtplatzierten Toni Gardemeister fehlen dem Österreicher allerdings schon gute 30 Sekunden.

Bei den Sonderprüfungen am Vormittag hatte Jari-Matti Latvalla vor allem von der Startreihenfolge profitiert. Denn er ging erst recht spät auf die Strecke wodurch sich der Schotteruntergrund schon etwas leichter befahren ließ. Dadurch konnte er in der ersten Prüfung einen großen Vorsprung herausfahren, den er bis zur Mittagspause verteidigte, auch wenn Grönholm ihm bis dahin schon auf 1,5 Sekunden nahe gekommen war. Neben Latvalla und Grönholm erwischte es am Nachmittag dann auch noch Chris Atkinson. Auf dem siebten Platz liegend kam er von der Strecke und musste aufgeben.


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