Sébastien Loeb startete glänzend in die Rallye Monte Carlo mit der Bestzeit auf der 1. Wertungsprüfung und der Führung zur Halbzeit. Doch dann verschätzte sich der Weltmeister auf der 6. Wertungsprüfung und kam von der Strecke ab.

"Ich bin in die Falle getappt", sagte Loeb. "Es geschah in einer Linkskurve, die im vierten Gang gefahren wurde. Ich dachte, die Bremszone sei einfach nur nass, aber sie war sehr rutschig. Der Wagen untersteuerte sofort und dann habe ich die Handbremse gezogen, um ihn wieder abzufangen. Doch wir drehten uns und schlugen rückwärts ein. Nun müssen wir die Diagnose abwarten, um zu wissen, ob wir morgen weiterfahren können."

Teamkollege Xavier Pons hatte zwar keinen Unfall, aber der Spanier blieb morgens im Stau stecken und verlor dadurch drei Minuten. "Das war sehr frustrierend", nörgelte Pons. "Aber so etwas passiert. Mit Trockenreifen auf Eis zu fahren ist wirklich etwas Ungewöhnliches. Ich bin jedenfalls keine unnötigen Risiken eingegangen."

Daniel Sordo, der dritte Kronos-Fahrer, fand die dreiminutige Strafe dagegen "nicht schlimm". Der Spanier bestreitet ohnehin seinen ersten Lauf an Bord eines WRC und soll primär lernen. "Das Auto funktionierte gut und meine Reifenwahl war in Ordnung", so Sordo. "Mein Ziel lautet ins Ziel zu kommen."