Für Marcus Grönholm hätte die Rallye Monte Carlo nicht besser beginnen können: Der Ford-Pilot liegt nach dem ersten Tag mit 1.23,7 Minuten vor Chris Atkinson in Führung. Doch es war wahrlich kein einfacher Tag.

"Nach drei Kilometern auf der ersten Wertungsprüfung drehte ich mich in einer Rechtskurve", sagte Grönholm, der am Morgen ohne Spikes unterwegs war. "In meinen Notizen stand "rutschige Kurve", aber sie war sehr, sehr, sehr, sehr rutschig. Ich würgte mehrmals den Motor ab. Die Reifenwahl war verdammt schwierig und vielleicht hätten wir uns für halbe Spikes entscheiden sollen."

Am Nachmittag lief es für Grönholm besser und er gewann die letzte WP - mit 15,5 Sekunden Vorsprung. "Es ist toll zu führen und der Focus war den ganzen Tag über stark", freute sich der 37-Jährige. "Manchmal fuhr ich vielleicht zu vorsichtig, aber die Bedingungen waren furchtbar. Ich habe den Tag nicht genossen, aber ich freue mich über die Führung."

Teamkollege Mikko Hirvonen entschied sich am Morgen für Slicks und kassierte sofort die Quittung. Der 25-Jährige beendete den Tag schließlich auf Platz zehn. "Es war sehr rutschig und ich wusste nicht, wie die Bedingungen ausgangs der Kurve sein würden", sagte der Finne. "Ich griff nicht an, weil ich meinen Notizen nicht vertraute und keinen Fehler machen wollte."