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Insgesamt selbstbewusster - Neuville: Hätte um Podestplatz kämpfen können

Thierry Neuville strahlte über sein bestes Ergebnis in der WRC und nahm sich für die letzten beiden Events der Saison einen Podestplatz vor.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Thierry Neuville fuhr bei der Rallye Frankreich mit Platz vier sein bestes Ergebnis der Karriere ein und zeigte mit insgesamt sechs Stagesiegen seinen Speed. Den ersten Erfolg feierte er gleich auf der Super Special Stage furch Straßburg und beendete Tag eins des Asphaltevents damit als Führender. Nach einer soliden Leistung am Freitag, folgte am Samstag der Rückschlag: weil er zu spät an einem Kontrollpunkt erschien, erhielt der junge Belgier eine 20-Sekunden-Strafe.

"Wir haben es geschafft, die Pace zu zeigen, wenn es nötig war. Im Nachhinein glaube ich, dass mich das Missgeschick dazu gebracht hat, es noch mehr zu versuchen. Ich musste pushen, um die verlorene Zeit wieder gutzumachen und das hat mir dabei geholfen, mich mit meinem Fahrstil selbstsicherer zu fühlen", erklärte Neuville.

Vor allem bin ich mit der Konstanz, die wir über die gesamte Rallye zeigen konnten, zufrieden.
Thierry Neuville

Am abschließenden Tag der Rallye zeigte er dann mit Siegen auf fünf der sechs Wertungsprüfungen und Rang zwei auf der Power Stage, was in ihm steckt. "Das ist mein bestes Ergebnis in der WRC. Ich hätte um einen Platz auf dem Podest kämpfen können. Vor allem bin ich mit der Konstanz, die wir über die gesamte Rallye zeigen konnten, zufrieden. Wir haben hier einen weiteren, großen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn ich glaube, dass ich auf Asphalt immer noch etwas über das Auto lernen kann", fasste Neuville zusammen. "Insgesamt bin ich selbstbewusster und die Dinge gehen in die richtige Richtung. Unser Ziel lautet jetzt, vor dem Ende der Saison eine Rallye auf dem Podest zu beenden."

Für Nasser Al-Attiyah, der wie Neuville einen Citroen DS3 pilotierte, nahm die Rallye Frankreich dagegen ein unerfreuliches Ende. Am Samstagmorgen rutschte er beim Anbremsen auf nasser Fahrbahn von der Strecke und verletzte dabei zwei Zuschauer. "Es ist schade, denn ich fuhr meine beste Rallye auf Asphalt", schilderte der Katarer. "Wir haben bei dem Unfall zwei Zuschauer getroffen. Glücklicherweise sind ihre Verletzungen nicht allzu ernst. Es tut mir wirklich leid für sie. Ich werde nicht auf Sardinien fahren, weil ich mit meinen Vorbereitungen auf die Rallye Dakar beginne. Thierry Neuville wird meinen Citroen DS3 WRC pilotieren", schloss er ab.


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