Malthe Jakobsen wird Peugeot nach zwei Jahren in der WEC zum Ende der Saison 2026 verlassen. Den Abschied gab der französische Autobauer kurz vor dem Saisonfinale in Monza (06.-08. November) offiziell bekannt. Jakobsen wird das sich Cockpit des #94 Peugeot 9X8 ein letztes Mal mit Theo Pourchaire und Loic Duval teilen.
Wie es 2027 für den jungen Dänen weitergeht, ist öffentlich noch nicht bekannt. Seit vielen Wochen halten sich Spekulationen über einen Wechsel zu WEC-Neueinsteiger McLaren. Bei den Briten würde Jakobsen auf Ex-Peugeot-Pilot Mikkel Jensen, Laurens Vanthoor, Alex Lynn und Formel-2-Meister Leonardo Fornaroli treffen, die bereits als Neuzugänge vorgestellt worden sind.
Malthe Jakobsens WEC-Bilanz: eine Pole Position und ein Podest
"Wir sind sehr stolz auf alles, was Malthe mit uns erreicht hat und welche Fortschritte er auf diesem Weg erzielt hat", sagte Stellantis-Motorsportchef Olivier Jansonnie. "Es war ein Privileg, ihn als Rennfahrer und Teammitglied wachsen zu sehen." Teamchef Emmanuel Esnault ergänzte: "Jeder im Team wusste seinen Enthusiasmus, seine Hingabe und natürlich seine Performance auf der Strecke zu schätzen."

Ex-Testfahrer Jakobsen sorgte in einer weiteren schwierigen Saison von Peugeot für eines der wenigen Highlights: Beim WEC-Lauf in Spa-Francorchamps eroberte der 23-Jährige sensationell die erste Pole Position der Franzosen in der Langstrecken-WM. Sein einziges Podium mit Peugeot holte er 2025 zusammen mit Duval und Stoffel Vandoorne beim Rennwochenende im texanischen Austin.
WEC-Transfermarkt: Das wird sich 2027 bei Peugeot ändern
| Abgänge für 2027 | Zugänge für 2027 |
|---|---|
| Stoffel Vandoorne (bestätigt, vor FE-Wechsel zu Jaguar) | Robert Shwartzman (als Neuzugang bestätigt) |
| Malthe Jakobsen (bestätigt, angeblich zu McLaren) | Alex Quinn (Aufstieg vom Ersatz- zum Stammfahrer bestätigt) |
| Theo Pourchaire (Wechsel in Formel E zu Opel bestätigt) | Jean-Eric Vergne (vor Rückkehr nach einjähriger Auszeit) |
Jakobsen verabschiedet sich nach schwieriger WEC-Saison
Jakobsen, Duval und Pourchaire belegen ein Rennen vor Schluss den 19. Platz in der Fahrer-Tabelle mit 12 Punkten. Ihre Peugeot-Teamkollegen Paul Di Resta, Nick Cassidy und Vandoorne liegen mit nur 6 Zählern an 23. Stelle. Der Belgier Vandoorne wurde bereits durch den künftigen Stammfahrer Alex Qinn ersetzt. In der Konstrukteurs-Wertung rangiert Peugeot an vorletzt Stelle, nur vor Neueinsteiger Genesis Magma Racing. Toyota steht bereits als Marken-Weltmeister fest.
Die Hoffnungen von Peugeot, das 2022 in Monza sein WEC-Debüt gab und ein Jahr später an gleicher Stelle erstmals aufs Podium fuhr, ruhen auf der kommenden Saison. Die Stellantis-Marke entwickelt derzeit eine stark überarbeitete Version seines 9X8-Prototypen. Als Neuzugänge stehen bereits Ex-Ersatzmann Quinn sowie der frühere Le-Mans-Sieger Robert Shwartzman fest, außerdem soll Jean-Eric Vergne nach einem Jahr Formel-E-Auszeit zurückkehren.
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