Beim Finale des Porsche-Michelin-Supercup geht es auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza um die Vize-Meisterschaft. Den Titel des Champions hatte sich Richard Westbrook (Großbritannien) bereits beim zehnten Lauf in Hockenheim geholt.

Richard Lietz (Österreich) reist als Favorit auf den Vize-Titel nach Italien. Der 22-jährige Österreicher bringt als Zweitplatzierter der Fahrerwertung 15 Punkte Vorsprung auf den vierfachen Supercup-Champion Patrick Huisman (Niederlande) mit zum Finale der 14. Saison des Porsche-Michelin-Supercup. 2006 gewann Lietz bereits drei Rennen - zwei davon jeweils mit einem Start-Ziel-Sieg. Zusätzlich drehte er bei fünf Wertungsläufen die schnellste Rennrunde.

Sein härtester Konkurrent Huisman gab vor allem in der zweiten Saisonhälfte Gas. Beim vergangenen Rennen in Budapest holte er die Pole-Position und seinen ersten Saisonsieg, davor hatte er in Magny-Cours den Zielstrich als Zweiter überquert. Der 40-jährige Niederländer, der bereits seine zehnte Saison im Porsche-Michelin-Supercup bestreitet, gewann insgesamt 23 Wertungsläufe – so viele wie kein anderer Pilot. 1998 hatte Huisman in Monza für einen weiteren Rekord gesorgt: Mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 178,783 km/h auf dem 5,8 Kilometer langen Grand Prix-Kurs siegte er beim schnellsten Rennen in der Geschichte des Porsche-Michelin-Supercup.

Rechnerische Chancen auf die Vize-Meisterschaft hat auch noch Uwe Alzen (Betzdorf). Der 39-jährige Porsche-Routinier folgt auf Platz vier der Fahrerwertung dem Drittplatzierten Huisman mit vier Punkten. Alzen gewann 2006 das Auftaktrennen in Bahrain sowie den sechsten Lauf im britischen Silverstone. 1994 wurde er Meister in dem internationalen Markenpokal bevor er in die Deutsche-Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) wechselte.

Als Gaststarter sitzt am kommenden Wochenende der ehemalige Formel 1-Fahrer Arturo Merzario (Italien) am Steuer eines Porsche 911 GT3 Cup. Der 63-jährige Italiener nimmt auf Einladung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, in dem 400 PS starken Rennsportwagen Platz. Zwischen 1972 und 1979 nahm Merzario unter anderem für Ferrari und Williams-Ford an insgesamt 57 Grands Prix teil. Unvergessen bleibt sein Einsatz beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring am 1. August 1976, als er Niki Lauda (Österreich) aus seinem brennenden Fahrzeug rettete. In Monza, drei Rennen nach dem Unfall, fuhr Lauda wieder um Punkte. 30 Jahre danach steuert sein Lebensretter Merzario den VIP-Elfer mit der Startnummer 88 um den Grand Prix-Kurs nordöstlich von Mailand.