Die Vorfreude auf die ersten Testfahrten im Formula Master Auto in Monza hat leider nicht lange gehalten. Denn an den beiden Testtagen am vergangenen Donnerstag und Freitag gab es viele kleine Probleme, weswegen ich nur wenige Runden fahren konnte. Das meiste hatte mit der Elektronik zu tun, weswegen das Team auch nicht viel machen konnte. Denn anders als in der Formel 3, wo jede Mannschaft sich selbst um die Software kümmert, macht das in der Formula Master die Crew von Heini Mader Racing Components. Das ist zwar einerseits gut, weil dadurch niemand tricksen kann, wenn es aber Probleme gibt, ist man auf sie angewiesen.

Nun war es so, dass wir nicht die einzigen mit Problemen waren, sondern dass fast alle mit der Elektronik zu kämpfen hatten. Bei 26 Autos und lediglich fünf Mann von Mader gab es deswegen recht lange Wartezeiten. Für einen ersten Test, bei dem man das Auto kennen lernen will, ist das natürlich nicht besonders ideal. Unser Team hat zwar wie wild gearbeitet und geschraubt, aber an der Elektronik ließ sich nichts machen.

Es blieb Zeit zum Fotografieren, Foto: Lenz Leberkern
Es blieb Zeit zum Fotografieren, Foto: Lenz Leberkern

Als ich dann schließlich doch zum Fahren kam hatten wir ein Problem mit der der Temperatur des Kühlwassers. Das war schnell über 100 Grad heiß und das Auto ist mittlerweile so intelligent ausgerüstet, dass es dann die Leistung zurückdreht. Deswegen konnte ich nur noch mit 70 oder 80 Prozent Leistung fahren und in einem Sport, in dem es um jede Hundertstel geht, ist das wenig hilfreich. Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Das Auto ist wirklich sehr anspruchsvoll. Ich habe auch mit Giorgio Pantano gesprochen, der mir noch einmal bestätigt hat, dass es von der Schwierigkeit nahe bei der Formel 1 dabei ist.

Auch die Daten haben uns bestätigt, wie weit das Auto aerodynamisch entwickelt ist. Denn obwohl wir etwa 30 Prozent mehr PS als die Formel 3 haben, waren wir wegen des starken Abtriebs auf der Geraden rund 20 km/h langsamer. Wenn alles einmal richtig abgestimmt ist, dürfte das ein richtiger Spaß werden. Ich war aber wegen der wenigen Runden, die ich fahren konnte - am Donnerstag waren es elf und am Freitag nur drei - bei weitem noch nicht am Limit.

Für den nächsten Test am 15. und 16. Mai in Valencia kann ich jetzt nur hoffen, dass dort eine Lösung für die Probleme gefunden worden ist, denn am 20. Mai ist dann schon das erste Rennen. Beim Test werden wir dann auch vier Autos dabei haben - das war jetzt auch ein Problem, denn für vier Fahrer hatten wir nur zwei Autos. Vielleicht machen wir auch vorher noch einen Test, um die verlorene Zeit aufzuholen. Allerdings geht das nur, wenn auch Leute von Mader Racing dabei sind. Denn wenn es wieder Probleme geben sollte, könnten wir sonst rein gar nichts machen, außer die Streckenmiete abzuschreiben. Noch ist aber nichts verloren. Die Testzeit lässt sich noch aufholen und wenn das Auto einmal läuft, dann sollten wir es auch schnell für unsere Bedürfnisse zurechtzimmern können.