Auto wieder ganz, die am Samstag bei seinem Ausrutscher etwas geprellte Hand schmerzfrei - und der vierte Startplatz neben Mike Conway, für die Meisterschaftswertung eigentlich sogar der zweite, da die beiden französischen Gaststarter Romain Grosjean und Guillaume Moreau bei Qualifying für das zweite Rennen der britischen Formel-3-Meisterschaft in Pau die erste Reihe unter sich ausmachten: Maro Engel war am Sonntag Mittag mit sich und der Welt zufrieden.
"Es war heute nicht einfach, durch die vielen Unfälle und Abbrüche. Am Ende waren gar nicht mehr so viele Autos auf der Strecke", grinste er - tatsächlich hatten sich im Laufe der Zeit sieben Fahrer in die Mauern verabschiedet. "Aber ich habe jetzt eine gute Ausgangsposition, jetzt noch zwei solide Rennen heute und morgen, und ich kann mich in der Meisterschaft wirklich in eine gute Position bringen."
Vor allem, weil Meisterschafts-Leader Bruno Senna diesmal nur vom 14. Startplatz aus ins Rennen geht. Der Brasilianer war nach dem Qualifying mehr als sauer: "Es ist unmöglich, hier eine freie Runde zu bekommen. Und dauernd hängt irgendeiner in der Mauer..."
Zweimal erwischten ihn bei einem Anlauf zu einer schnellen Runde rote Flaggen, auch bei seinem letzten Versuch, als er im besten Senna-Stil in der letzten Trainingsminute noch eine schnelle Runde auf die Strecke knallen wollte. Dass es da ausgerechnet sein Teamkollege und Haupt-Meisterschaftsrivale Mike Conway gewesen war, der bei dem Versuch, aus seinem dritten Startplatz noch eine Pole-Position zu machen, in der Mauer landete, und damit den dritten und endgültigen Trainingsabbruch verursachte, half auch nicht gerade, Brunos Laune zu verbessern.
Conway, übrigens genau an der gleichen Stelle abgeflogen wie gestern Maro Engel, nahm es dagegen locker: "So schlimm ist der Schaden nicht, wir haben ja bis zum Rennen heute noch ein bisschen Zeit, um das zu reparieren. Und meinen Startplatz vorne hatte ich ja schon sicher."

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