Nur Nelson Piquet Jr. war beim letzten GP2-Test dieses Jahres schneller als der Champ Car Rookie of the Year Timo Glock. Der Deutsche belegte am Morgen im südfranzösischen Le Castellet Rang 6 und verbesserte sich am Nachmittag bis auf den zweiten Platz.
"Das war nicht schlecht", urteilte Glock über sein GP2-Debüt. "Mein Gefühl für das Auto war von Beginn an gut. Wenn ich die Reifen besser auf Temperatur bekomme, dann kann ich noch ein paar Zehntel herausholen. Somit bin ich zufrieden."
Mit der Arbeit seines Teams zeigte sich Timo ebenfalls zufrieden. Kein Wunder: Schließlich fuhr er für das ART GP Team, mit welchem Nico Rosberg in der GP2-Debütsaison den Titel gewonnen hat. "Sie sind sehr erfahren und haben ihr Potenzial mit Nico bewiesen. Das Auto war perfekt und es gab keine Probleme damit."
Einen Vergleich zwischen dem GP2-Boliden und seinem Champ Car wollte Glock allerdings nicht ziehen. "Das ist ziemlich schwierig, da wir in den Staaten mit Slicks fahren und ein Champ Car etwas größer und schwerer ist." Dennoch machte es ihm Spaß mit dem GP2-Wagen zu fahren.
Sein starker Test sorgt natürlich dafür, dass er mit einem Wechsel aus den Staaten in die GP2 in Verbindung gebracht wird. "Wir müssen uns ansehen, was in den nächsten Wochen geschieht. Wir sprechen noch mit den Champ Car Jungs und alles ist offen."
Allerdings sagt Glock ebenso offen: "Wenn ich eine Chance bekommen würde für ART in der GP2 zu fahren, dann würde ich sie ergreifen. Aber andererseits wenn ich ein gutes Cockpit bei den Champ Cars bekommen würde..."
Die Entscheidung ist alles andere als einfach: Ein gutes zweites Jahr in Amerika könnte ebenso richtig sein, wie ein Wechsel in die GP2. Denn dort ist er näher an seinem großen Ziel dran: Der Formel 1.

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