In den Straßen von Macau sicherte sich der amtierende Champion der ETCC nun den ersten Weltmeistertitel der neuen Tourenwagenweltmeisterschaft WTCC.
Der 31-Jährige, der aus seinen F1-Ambitionen keinen Hehl macht, belegte in beiden Rennen auf dem Guia Circuit den zweiten Platz und verdrängte damit den Deutschen Dirk Müller, der als WM-Führender nach China gereist war, noch von der Spitze der Fahrerwertung. Priaulx hat nach 20 Rennen 101 Punkte auf dem Konto, Dirk Müller folgt mit 86 Zählern auf Rang zwei.
Auch in der Hersteller-WM machten die Fahrer der BMW Länderteams den Sieg perfekt: BMW verwies Alfa Romeo einem Vorsprung von 37 Zählern auf den zweiten Platz. In der Wertung der Privatfahrer siegte ebenfalls ein BMW Pilot: Dem Speed Academy-Kandidaten Marc Hennerici genügte ein dritter Rang im ersten Lauf, um seine Führung in der Independents Trophy zu verteidigen.
"Für BMW war es ein fantastisches Wochenende, an dem wir neben dem Fahrertitel auch den Sieg in der Hersteller und der Privatfahrerwertung errungen haben", freute sich BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Ich bin froh darüber, dass wir in Roberto Ravaglia und Andy Priaulx den alten und den neuen Tourenwagen-Weltmeister bei uns haben."
Und was hatte der neue Champion zu sagen? "Endlich fällt der Druck von mir ab", so Priaulx. "Diese Saison war insgesamt noch schwieriger als die ETCC 2004. Ich hatte das Gefühl, dass ich an meinen schlechten Tagen besser war als letztes Jahr, aber an meinen guten Tagen nicht ganz die Ergebnisse erzielt habe, die möglich gewesen wären. Ich habe es trotzdem geschafft."



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