Enger Kampf um die Pole-Position: Nuray Esener hat sich die Pole-Position für die Deutschland-Premiere des türkischen Volkswagen Polo Ladies Cup gesichert. In einem spannenden Zeittraining auf dem EuroSpeedway Lausitz, in dem die Führung in der Bestzeitenliste fünfmal wechselte, verwies die 34 Jahre alte Managerin aus Istanbul die Tabellenführerin Ann Tahincioðlu mit weniger als zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Die zweite Startreihe bilden am Sonntag die Tabellendritte Melis Çeker und Weltrekord-Taucherin Yasemin Dalkýlýç. In dem ersten türkischen Markenpokal, der allein für Frauen ausgeschrieben ist, treten 17 Damen mit technisch identischen Renn-Polo an, die von 130 PS starken TDI-Diesel-Motoren angetrieben werden.

"Wir heißen den Volkswagen Polo Ladies Cup herzlich willkommen und freuen uns auf ein spannendes Rennen. Die knappe Entscheidung im Qualifying gab einen ersten Vorgeschmack darauf, wie hart die 17 Damen um jeden Platz kämpfen werden", erklärte Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. Birgül Ak Karacahisarlý, General Manager des Volkswagen Importeurs und Cup-Organisators Doðuþ Otomotiv, sagte: "Wir sind sehr stolz, mit unserer einzigartigen Rennserie an diesem Wochenende zu Gast sein zu dürfen. In der Türkei ist der Polo-Ladies-Cup ein großer Erfolg und wir freuen uns, ihn hier zum ersten Mal den Zuschauern in Deutschland vorzustellen."

Das Zeittraining war geprägt vom Duell zweier erfahrener Pilotinnen: Nuray Esener und Ann Tahincioðlu wechselten sich dreimal an der Spitze ab. Nach rund zwei Dritteln der halbstündigen Sitzung markierte Esener mit 1.53,027 Minuten die absolute Bestmarke. "Ich freue mich sehr über die Pole-Position, aber gewonnen habe ich damit noch nichts. Was zählt, ist ein gutes Ergebnis im Rennen", erklärte die routinierte Tourenwagen-Pilotin, die sofort gefallen am 3,442 Kilometer langen EuroSpeedway Lausitz fand: "Die Strecke ist ganz schön anspruchsvoll und macht mit seinen vielen Kurven sehr viel Spaß."

Auch Ann Tahincioðlu zeigte sich mit ihrem Abschneiden zufrieden. "Der zweite Platz geht in Ordnung, Nuray und ich lagen sehr eng beieinander", sagte die mit 49 Jahren älteste Teilnehmerin im bunt gemischten Starterfeld. "Mit der Tabellenführung im Hinterkopf werde ich natürlich nicht alles riskieren, aber wenn sich eine Chance zum Sieg eröffnen sollte, werde ich sie nutzen." Als mit 22 Jahren jüngste Starterin geht Melis Çeker von Startplatz drei ins Rennen. "Nachdem ich zuletzt das Rennen im Rahmenprogramm der Formel 1 in Istanbul gewonnen habe, ist mir Rang drei natürlich nicht gut genug", gab die Kart-erfahrene Nachwuchspilotin zu Protokoll. "Aber da ich bislang im Rennen meistens stärker war als im Zeittraining, sehe ich gute Chancen für ein Top-Ergebnis."