Der Belgier David Saelens fuhr beim Zeittraining für den elften Wertungslauf des Porsche-Michelin-Supercup auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza bei Mailand (Italien) die schnellste Runde. Seine Zeit von 1:53.375 Minuten entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 183,945 km/h - nie zuvor wurde in dem seit 1993 ausgetragenen internationalen Markenpokal dieser Rundenschnitt erreicht. Mit jetzt fünf Bestzeiten in der aktuellen Saison ist der 30jährige Rennprofi klar der Schnellste, wenn es im Zeittraining gegen die Stoppuhr geht. David Saelens liegt in der Meisterschaft aktuell auf Platz zwei.

Alessandro Zampedri (Italien) als Tabellenführer sicherte sich bei großer Hitze (28 Grad) den dritten Platz in der Startaufstellung. Zwei Hundertstel Sekunden schneller als Zampedri stellte Patrick Huisman (Niederlande) den Porsche des Lechner-Racing-School-Teams 1 auf den zweiten Platz. Huisman rangiert in der Fahrerwertung auf Rang drei.

Damit sind die drei Top-Fahrer der Meisterschaft für die drei besten Startplätze bei dem 13-Runden-Rennen am Sonntag qualifiziert. Sowohl Saelens als auch Huisman können sich noch Hoffnungen machen, Zampedri von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Tim Bergmeister (Langenfeld) erreichte mit Startplatz vier sein bisher bestes Trainingsresultat des Jahres. Er ist damit schnellster deutscher Fahrer vor Uwe Alzen (Betzdorf), der sich Platz fünf sicherte.

David Saelens (Startplatz eins):
Ich war in der Lage, meine Pole-Zeit einige Male zu fahren. Deshalb fühlte ich mich sicher und entschloss mich, meinem Teamkameraden Tim Bergmeister zu helfen. Ich weiß nicht, ob das wirklich was gebracht hat, aber ich versuchte mein Bestes. Für morgen habe ich noch einen frischen Satz Reifen auf Lager, der nur eine Runde gelaufen ist.

Patrick Huisman (Startplatz zwei):
Ich bin sehr über einige langsame Fahrer verärgert, die mir beide Versuche, gute Zeiten zu erreichen, verdorben haben. Und das, obwohl die Streckenposten ihnen ganz deutlich die blauen Fahnen zeigten. Hier muss wirklich etwas geschehen. Was die 13 Runden morgen angeht, so denke ich, dass das Rennen über die Reifen entschieden wird. Schnelligkeit und ganz sensibler Umgang mit den Pneus sind der Schlüssel zum Erfolg.

Alessandro Zampedri (Startplatz drei):
Mit meinem ersten Reifensatz gelang mir eine nicht ganz perfekte Runde. Also ließ ich am Auto eine kleine Sache ändern und ging es auf dem zweiten Satz nochmal an. Aber ich bemerkte sofort Untersteuern in Lesmo und Parabolica. So war eine Verbesserung nicht mehr drin. Ich bin ganz optimistisch für morgen, meine Startposition hinter David ist nicht übel. Alles, was ich mir wünsche, ist ein sauberes, faires Rennen.