Mick Schumacher (RLL) war am Sonntag beziehungsweise in der Nacht auf Montag gleich zweimal gefragt. Zuerst fuhr der Deutsche das planmäßig angesetzte Snap-on Milwaukee Mile 250, ehe die IndyCar-Piloten das Makers and Fixers 250 nach der Unterbrechung am Samstag um 0 Uhr MESZ zu Ende fuhren.

 

Hintergrund waren starke Regenfälle während des Rennens am Samstag, die ein sicheres Fahren auf dem Oval unmöglich machten. Deswegen brach die Rennleitung Rennen eins nach 90 Runden ab. Auch ein Neustart am Sonntagmorgen um 8 Uhr Ortszeit war wegen des immer noch anhaltenden Regens nicht möglich. Daher wurde der Rest des Makers and Fixers 250 hinter das zweite Rennen geschoben.

 

Snap-on Milwaukee Mile 250: Schumacher fällt nach dem Start auf P4 zurück

 

Für eben jenes zweite Rennen fuhr Schumacher im Qualifying einen beeindruckenden vierten Startplatz heraus. Den konnte er allerdings nicht halten. Nach den 250 Runden landete Schumacher auf dem 13. Platz.

Dabei sah es nach den ersten 40 Runden gut aus. Nach einer von Ex-F1-Pilot Romain Grosjean ausgelösten Safety-Car-Phase befand sich Schumacher zwischenzeitlich sogar auf Platz drei.

 
Mick Schumacher 2027 bei IndyCar Top-Team? Mick: Ich weiß, wo ich sein werde! (14:15 Min.)

Das erste Problem folgte beim Neustart. Schumacher verlor seinen dritten Platz an Scott McLaughlin (Penske) und kam dabei aus dem Rhythmus. Daraufhin verlor er weitere Plätze und rutschte in den folgenden Runden bis auf Position acht. Auch RLL-Teamkollege Louis Foster musste er ziehen lassen. Einen Stopp später verlor Schumacher Plätze durch Undercuts der Gegner.

 

Nach der nächsten Gelbphase in Runde 142 und dem darauffolgenden Neustart verlor der RLL-Pilot wieder Positionen und sortierte sich schließlich auf seiner Endposition, Platz 13, ein. Zwar verlor und gewann Schumacher in den verbleibenden Runden weitere Plätze, insgesamt blieb es aber bei Position 13.

 

O’Ward gewinnt trotz Boxenstopp-Pech

 

Pato O’Ward (McLaren) legte hingegen eine Aufholjagd hin. Nach einem schlechten Stopp, bei dem sein Team das rechte Hinterrad zunächst nicht richtig befestigen konnte, kämpfte sich der Mexikaner von außerhalb der Top 10 wieder an die Spitze. Das gelang ihm dank seiner guten Pace, allerdings auch dank einer guten Strategie. Kurz vor Runde 200 kam er dadurch auf Position eins. Zweiter wurde Scott McLaughlin vor Christian Lundgaard.

 

Titelfavorit Alex Palou (Ganassi) beendete das Rennen auf Position fünf und hielt damit die Chance aufrecht, in der Fortsetzung des ersten Rennens den Titel zu holen. Titelrivale Kyle Kirkwood kam auf Platz sechs direkt hinter ihm ins Ziel.

 

Makers and Fixers 250 in Milwaukee: Schumacher-Kollision und Strategie-Frust

 

Rund drei Stunden nach Rennende ging es für die IndyCar-Piloten schon wieder in die Autos, denn der Rest des Makers and Fixers 250 stand noch immer an. Nach 90 Runden war das Rennen am Samstag wegen des Regens unterbrochen worden.

 

Für Mick Schumacher ging das Rennen wieder auf Position 18 los, nahm allerdings keinen erfolgreichen Verlauf, da der Deutsche in Runde 150 mit Romain Grosjean kollidierte und sich daraufhin drehte.

 

Grosjean seinerseits überholte Schumacher auf frischeren Reifen, berührte ihn allerdings vorne rechts. Schumacher beschwerte sich zwar lautstark, doch eine Strafe der Rennleitung gegen Grosjean folgte nicht.

 

Schumacher stoppte kurz vor der Unterbrechung des Rennens am Samstag und hatte daher frischere Reifen als die Konkurrenz. Diesen Vorteil nutzte das Team allerdings nicht und rief ihn früher als ursprünglich geplant an die Box. David Malukas hingegen, der der Strategie treu blieb, fuhr auf Position zwei ins Ziel. Schumacher selbst forderte nach dem Stopp per Funk keine weiteren Overcuts mehr.

 

Die letzte gelbe Flagge löste Will Power (Andretti) aus, der sich in die Mauer drehte. Dadurch kam Schumacher wieder in die Führungsrunde und befand sich auf Position 14. Der RLL-Pilot gewann diesmal sogar weitere Plätze nach dem Neustart und kam direkt hinter Teamkollege Louis Foster ins Ziel. Weiter geht es für Schumacher schon am Wochenende beim Saisonfinale der IndyCar in Monterey.

 

Palou setzt IndyCar-Dominanz fort, O’Ward mit historischem Doppelsieg

 

Weiter vorne sicherte sich Alex Palou seinen fünften Titel in sechs Jahren mit einem sicheren zehnten Platz. Kyle Kirkwoods 15. Platz reichte nicht mehr aus, um das zu verhindern. Damit setzt Palou seine Dominanz in der Serie fort. "Ich verdanke alles meinem Team. Es ist wirklich unglaublich und ich bin echt stolz auf dieses Team", sagte Palou nach dem Rennen.

Alex Palou feiert seinen fünften Titel in Milwaukee.
Alex Palou und Ganassi feiern den Titelgewinn, Foto: Penske Entertainment: Chris Owens
Oward gewinnt in Milwaukee doppelt.
Pato O'Ward gewinnt in Milwaukee gleich doppelt, Foto: Penske Entertainment: Amber Pietz
 

Doch nicht nur der Titelentscheid, auch der Rennsieg geht in die Geschichtsbücher ein. Denn Pato O’Ward gewann auch das Makers and Fixers 250. Damit krönte er sich zum ersten Fahrer seit Rick Mears in Atlanta 1981, der zwei Rennen am selben Tag gewann.

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