Zwar nicht wie beim Oktober-Test in Jerez an der Spitze der Zeitenliste - aber trotz Mittelfeldplatzierung nicht unzufrieden: Bruno Sennas Fazit, nachdem er nur den letzten der vier Testtage in Le Castellet absolviert hatte, wieder für iSport, was in dem Fall schon einen deutlichen Hinweis für 2008 bedeuten dürfte - fiel durchaus positiv aus.

"Ich habe mit neuen Reifen auch keine wirklich gute Runde erwischt, das muss ich zugeben. Ein bisschen merkt man es halt schon, wenn man hier nur den letzten von vier Tagen fährt, einige andere aber die ganze Zeit. Außerdem hatte ich dazu heute Vormittag noch massive Getriebeprobleme, die einiges an Zeit gekostet haben - und am Nachmittag haben wir vieles schon in Richtung Asien-Serie ausprobiert. Und über die Distanz, auf den Longruns, war das Auto wirklich gut, ich bin mit Reifen, die schon 40 Runden drauf hatten, noch 14,3 bis 14,4 gefahren..."

Zunächst einmal hatte er sich auch noch wieder ein bisschen umgewöhnen müssen. Am Dienstag war der Brasilianer noch im englischen Pembrey einen Tag lang im Formel-3-Auto unterwegs gewesen, in Vorbereitung auf seinen Macau-Start für sein letztjähriges Team RR-Racing. "Ich bin über 80 Runden gefahren, am Anfang musste ich mich erst mal wieder ein bisschen auf die Bremsen einstellen, weil die in der GP2 doch wesentlich besser sind. Aber nachdem es am Vormittag noch feucht war, ging das Schritt für Schritt." Noch etwas kam Senna erst einmal ungewohnt vor: "Der viele Platz im F3-Cockpit - in dem Sitz hatte ich das Gefühl, ich sitze auf einem Sofa."

Für das Rennen dort am 17. und 18. November rechnet er sich auf jeden Fall gute Chancen aus: "Ein Podestplatz sollte, wenn nichts dazwischen kommt, was auf so einem Kurs natürlich immer passieren kann, auf jeden Fall drin sein. Das Auto von Double-R ist jedenfalls richtig gut, da hat der Boyo, mein Ingenieur von 2006, wieder wirklich gute Arbeit geleistet. Ich bin fast überrascht, dass sie damit die britische Meisterschaft dieses Jahr nicht gewonnen haben."