Besonders glücklich war Maro Engel erst einmal nicht, nachdem er sich nach seinem zweiten halben Testtag in der GP2 auf Platz 19 wieder fand. "Ich kann nicht sagen, dass ich mit dem Ergebnis, so wie es da in der Zeitenliste steht, wirklich zufrieden bin. Ich hätte mir schon erwartet, zumindest eine mittlere, wenn nicht sogar eine tiefe 13er-Zeit zu fahren." Auch das Team hatte nach der guten Vorstellung mit dem ersten Satz neuer Reifen damit gerechnet. "Die waren schon ganz enthusiastisch, denn da sah es wirklich nicht schlecht aus. Da ist mir nur auf der schnellen Runde eine rote Flagge dazwischen gekommen. Aber ich bin mit dem Satz dann weitergefahren - und zwar sehr konstante Zeiten, selbst dann noch 14,1, als der Reifen schon 20 Runden drauf hatte." Zum Vergleich: Andi Zuber, der am Vortag für FSM getestet hatte, fuhr unter etwa gleichen Bedingungen 14,0.
Dass sich die Hoffnungen von Engel auf eine deutliche Steigerung mit dem zweiten neuen Reifensatz nicht erfüllten, am Ende doch nur eine 13,9 zu Buche stand, war für alle ein bisschen enttäuschend. "Aber ich hatte da von Anfang an extremes Untersteuern, irgendwie haben sich die Vorderreifen so angefühlt, als hätten sie nie richtig Grip. Und dann habe ich vielleicht auch noch selbst ein bisschen zuviel versucht, die Zeit mit aller Gewalt herausholen wollen." Eine mögliche Erklärung für das Problem: Beim ersten Versuch mit neuen Reifen war der Münchner nach Ansicht seines Ingenieurs mit etwas zu hohem Reifendruck unterwegs gewesen, "vielleicht haben wir dann in der Konsequenz etwas zu viel weggenommen und uns damit das Untersteuern eingehandelt."
Trotzdem ist der 22-Jaehrige zuversichtlich, dass sich weitere Möglichkeiten mit dem Team ergeben: "Sie waren ja mit meinem grundsätzlichen Speed sehr zufrieden. Jetzt müssen wir uns mal zusammensetzen und sehen, was für nächstes Jahr geht, test- und rennmäßig und auch erstmal für die Asien-Serie."

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