Zum zweiten Mal in dieser Saison haben es die beiden iSport-Piloten Timo Glock und Andreas Zuber geschafft, ihre Boliden in die erste Startreihe zu stellen. Wie schon beim Rennen in Magny-Cours gab es für das Team von Paul Jackson eine Doppel-Pole. Nach einer tollen Vorstellung in der Qualifikation bleibt nur zu hoffen, dass die Schützlinge des Briten den Start in Ungarn besser hinbekommen als noch in Frankreich.

Doch fangen wir von vorne an. Nach dem Training auf dem Hungaroring waren sowohl Glock als auch Zuber nicht zufrieden mit ihrem Auto. "Heute Morgen lief es nicht optimal, weil wir ein paar Probleme mit dem Setup hatten", sagte Timo Glock nach dem Zeittraining. Dort wendete sich das Blatt. Mit mehr als einer halben Sekunde Vorsprung schockten sie die Konkurrenz. "Es ist immer schön, wenn man einen etwas größeren Vorsprung hat und man zeigen kann, was im Auto und in einem selbst steckt." Auch Zuber, der morgen auf das Podium fahren will, meinte: "Das spricht für uns. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich Ergebnisse sammle. Diesmal sprechen wir uns vor dem Start nicht ab, jeder bleibt auf seiner Linie."

Diese Bilder werden sich nicht wiederholen, Foto: Bumstead/Sutton
Diese Bilder werden sich nicht wiederholen, Foto: Bumstead/Sutton

Tabellenführer Glock, der heute schon wieder zwei Zähler holen konnte, hat sich für den Start eine andere Strategie überlegt, um das Desaster von Magny-Cours nicht zu wiederholen. "Ich denke, Paul Jackson wird seinen Joystick für morgen schon richtig kalibriert haben. Ich hoffe, dass wir es diesmal schaffen", so der Formel 1-Testpilot im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Bei der Zeitenjagd wäre es sogar noch ein wenig schneller gegangen, doch die Reifen bereiteten dem Hessen Probleme: "Als ich die schnellste Runde gefahren bin, habe ich gerade einmal die Vorderreifen auf Temperatur gehabt, da war es schwierig. Dass ich trotzdem die schnellste Zeit gefahren bin, hat mich etwas gewundert. Die zweite Runde war ich dann wieder zwei, drei Zehntel vorne, das wäre also eine super Runde gewesen, in der sich das Auto super angefühlt hat."

Auch Teamkollege Andreas Zuber hatte mit seinem Auto zu kämpfen - wieder war es die Technik. "Ich habe wieder Probleme beim Schalten. Einmal musste ich sogar in die Box fahren, damit wir das Auto resetten konnten. Der Wagen wollte einfach nicht mehr schalten und blieb immer im Leerlauf hängen", erklärte der Österreicher. "Nach zwei Runden hat es dann wieder angefangen. Dadurch habe ich im letzten Sektor Zeit verloren. Wir müssen mal schauen woran das liegt."