Der Himmel über dem Hungaroring sah bedrohlich aus und hatte während des Trainings der Formel 1 auch einige Tropfen heruntergeschickt. Deswegen warteten die Piloten der GP2 auch gar nicht lange und gingen gleich zu Beginn des Qualifyings auf die Strecke. Und dann ging es auch ordentlich rund. Kohei Hirate kam einmal neben die Strecke, Karun Chandhok bohrte sein Auto in die Reifenstapel und Marcos Martinez musste seinen Boliden neben der Strecke parken. Deswegen gab es in den ersten Minuten auch gleich eine längere Gelbphase. Dann wagten auch noch Pastor Maldonado und Javier Villa einen kleinen Ausflug in den Kies.
Neben der Action neben der Strecke ging es aber auch im Kampf um die Bestzeit zünftig zu. So lag zunächst Giorgio Pantano vor Maldonado, Timo Glock und Andreas Zuber. Da war aber noch einiges an Zeit übrig und damit alles offen. Glock scheiterte erst einmal in seinem nächsten Versuch, da er in der letzten Kurve einen kleinen Fehler in der Runde hatte. Dafür verdrängte Luca Filippi Zuber auf Platz fünf. Der Österreicher hatte aber noch Zeit. Doch mit Fortdauer der Session nahm auch der Verkehr an der Strecke wieder zu, was es schwer machte, eine freue Runde zu bekommen.
Andi Zuber fand aber einen Weg hindurch und konnte sich fünf Minuten vor dem Ende auf Platz zwei fahren. Es blieb nur die Frage, ob er dort bleiben würde. So packte Glock gegen Ende doch noch einmal all seine Qualitäten aus und übernahm die Spitze. Auch Lucas di Grassi fuhr nach vorne. Doch Zuber ließ es sich nicht nehmen, die erste Reihe in Rot und Blau zu tauchen und fuhr sich hinter Glock wieder auf Platz zwei. Da Markus Niemela danach sein Auto neben der Strecke abstellen musste, gab es wieder kurz Gelb, weswegen die Piloten Tempo herausnehmen mussten. Als dann Kohei Hirate sein Gefährt noch in die Reifenstapel fuhr, war es endgültig nicht mehr möglich, eine schnelle Runde zu fahren. Da die Strecke in den letzten Sekunden wieder unter Gelb war.
Damit blieb es bei der Reihung Glock vor Zuber in Reihe eins. Dahinter stellten di Grassi und Pantano ihre Boliden in die zweite Startreihe. Es folgten Maldonado, Adam Carroll, Filippi, Kazuki Nakajima und Nicolas Lapierre. Andy Soucek konnte sein Auto auf den zehnten Platz stellen und Borja Garcia war. Wenig erfreulich verlief das Qualifying für Sebastien Buemi und Bruno Senna. Buemi erreichte lediglich Platz 15 und Senna musste sich am Ende mit Rang 24 zufrieden geben.

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