Bei iSport International ist die Stimmung derzeit prächtig. Das Qualifying in Magny-Cours hat die ohnehin schon gute Laune nur noch gesteigert. Wie stark der Zusammenhalt im Team ist, zeigte sich gestern auf einer Kartbahn in der Nähe der Rennstrecke. "Die Stimmung im Team ist wirklich gut und wir wollen dem Team dafür danken, indem wir die Führung in der Meisterschaft ausbauen", so Timo Glock. "Beim Kartfahren konnte man sehen, dass alle noch richtige Racer sind, wenn man in die Gesichter unter dem Helm schaute. Es macht wirklich sehr viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten." Für Timo Glock verlief der gestrige Abend übrigens wie die heutige Qualifikation. "Es war schon gut, ich war Schnellster."

Nach einem schwierigen Training mit zwei Abflügen und einem leicht beschädigten Auto ließ Timo Glock am Nachmittag nichts anbrennen. Zwar konnte er erst mit seinem zweiten Satz Reifen an die Spitze fahren, doch Pole ist Pole. "Ich bin in meiner schnellsten Runde extrem hart über die Randsteine in der letzten Schikane gefahren, ich denke da habe ich sogar noch Zeit verloren", berichtet der Pole-Setter im Gespräch mit motorsport-magazin.com. "Die Pole Position bedeutet mir sehr viel, denn ich hatte letztes Jahr immer Probleme und habe an mir gearbeitet. Vor allem vor Andi zu stehen ist toll, denn er ist ein guter Qualifier."

Zuber und Glock stehen in der ersten Startreihe, Foto: Sutton
Zuber und Glock stehen in der ersten Startreihe, Foto: Sutton

Andreas Zuber war nach dem Zeittraining ebenfalls zufrieden, auch wenn es mehr hätte sein können. Schon im Training setzte der Österreicher die schnellste Rundenzeit. "Ich habe einfach zu wenig attackiert, um auf Pole zu fahren. Nach den schwierigen Rennen in der Vergangenheit wollte ich einfach schauen, in die ersten beiden Reihen zu fahren", sagt Zuber. Die Probleme mit dem Getriebe hat man bei den Testfahrten in Le Castellet aussortieren können. "Da sollte nichts mehr kaputt gehen."

Kaputt gehen könnten die beiden Boliden, sollten sie in der ersten Kurve kollidieren. "Wir sind sicher nicht so blöd, uns in der ersten Kurve in die Karre zu fahren", so Zuber. "Viel interessanter wird die dritte Kurve, das ist eine enge Haarnadel. Wir selbst brauchen uns voreinander nicht zu fürchten, nur die Leute hinter uns könnten eine Gefahr darstellen." Andreas Zuber glaubt im Rennen gute Chancen gegen seinen Teamkollegen zu haben. "Ich habe bereits zeigen können, wie gut mein Rennspeed ist. Das wird sicher interessant."

Für Timo Glock wäre ein Sieg zwar schön, aber nicht entscheidend. Der BMW-Testpilot ist viel mehr darauf konzentriert, Punkte für die Meisterschaft zu sammeln. Immerhin liegt er in der Tabelle auf dem ersten Platz. "Es ist natürlich ein Vorteil, dass ausgerechnet Andi hinter mir steht, trotzdem hoffe ich das Rennen für mich entscheiden zu können."