Hast du mit einem solchen Einstieg gerechnet?
Sebastien Buemi: Nein, auf keinen Fall. Es ist von Anfang an alles gut gelaufen. Ich hatte sofort Gefühl für das Auto und bin jede Runde schneller geworden. Das Auto war gut, ich war gut und zusammen war alles, natürlich, auch sehr gut. Mit dem sechsten Platz habe ich nicht gerechnet. Ein Platz unter den besten Zehn oder 15 wäre schon klasse gewesen, aber der sechste ist einfach nur genial. Andere Teams sind vielleicht mit mehr Sprit gefahren, aber aus meiner Sicht kann es nur besser werden, denn ich kannte die Strecke vorher nicht.
Mit welcher Position wärst du in der Qualifikation zufrieden?
Sebastien Buemi: Das ist schwer zu sagen. Man darf nicht zu viel hoffen, denn dann wird man schnell enttäuscht, wenn es nicht klappt. Aber ich war Sechster im Training und jetzt will ich noch mehr. Ich will gewinnen oder zumindest unter die Top-Drei. Aber ich darf die Ziele nicht zu hoch stecken.
Wann hast du erfahren, dass du Michael Ammermüller ersetzen sollst?
Sebastien Buemi: Am Mittwoch um halb zwei. Ich bin dann schnell nach München gefahren und von dort aus nach Nizza geflogen. Ich war um halb elf in Monaco. Habe dann noch schnell mit meinem Ingenieur über das freie Training gesprochen. Den Sitz haben wir heute Morgen, noch vor sieben Uhr, angepasst. Wir hatten Glück, dass alles sofort passte, denn manchmal dauert das viel länger.
Nutzt dir die Erfahrung aus der A1 Serie?
Sebastien Buemi: Nun ja, die Schaltung ist auch am Lenkrad, das mag helfen. Aber sonst hat das GP2-Auto mehr Leistung, man ist schneller in den Kurven und die Bremsen sind besser. Alles was schneller ist als die Formel 3 ist näher an der GP2 als die A1 Grand Prix Serie. Die Formel Renault 3.5 ist sehr nah an der GP2. Dort habe ich schon einige Testfahrten absolviert, war also nicht völlig unvorbereitet.
Stimmt es, dass du noch nie in Monaco gefahren bist?
Sebastien Buemi: Ja, das ist richtig. Die Formel 3 EuroSerie ist hier 2005 gefahren, doch da war ich noch in der Formel BMW unterwegs. Ich hoffe, dass ich weiter so überrasche kann wie im freien Training. Die Hauptsache ist die Zufriedenheit von RedBull, den Rest werden wir dann sehen.

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