Bei den Testfahrten der GP2 am vergangenen Wochenende war neben den bekannten Namen der Serie auch ein Pilot dabei, mit dem eigentlich niemand gerechnet hatte. Nico Hülkenberg, der momentan in der A1GP erfolgreich für Deutschland fährt, durfte sich im Auto des Supernova Teams in einem Cockpit der höchsten Nachwuchsserie versuchen. Am Ende der beiden Sessions, an denen er teilnehmen durfte, standen ein 18. und ein 17. Platz zu Buche.
Da er allerdings der einzige im Feld war, der zum ersten Mal in einem GP2-Boliden Platz nahm, war er nicht unzufrieden. Hülkenberg meinte zu motorsport-magazin.com: "Ich bin am Freitagnachmittag und Samstagmorgen gefahren. Der Freitag war eigentlich OK. Ich war der einzige Fahrer, der zum ersten Mal mit einem GP2-Auto gefahren ist. Die anderen sind schon mehrere Tests oder auch bereits Rennen gefahren. Von daher waren am Ende der Session mit den neuen Reifen acht Zehntel Rückstand OK. Ich habe aus den neuen Reifen einfach noch nicht alles rausgeholt und deswegen war ich eigentlich ganz zufrieden."
Die zweite Session am Samstag verlief auch zufrieden stellend, da er noch zwei Zehntel mehr aus den Pneus herausholen konnte. Da die Spitze aber ebenfalls etwas zulegte, kam er nicht weiter nach vorne. Hülkenberg erklärte: "Ich hätte dann ein bisschen mehr erwartet. Ich bin nicht enttäuscht, aber es hätte etwas mehr sein können." Ob es für ihn noch etwas mehr GP2 geben wird, weiß Hülkenberg noch nicht. Sein Plan für das kommende Jahr sieht so aus: "Bis jetzt ist Formel 3 geplant, das war einfach nur ein Test nach meinem Wissensstand." Sein Manager Willi Weber ließ in einem Interview mit dem Tagesspiegel etwas mehr durchblicken: "Ja, es gibt Interesse (in der GP2). Es gab auch schon Kontakte, ich möchte im Moment aber keine Namen nennen. Sie wissen ja, dass ich sämtliche Verbindungen in dieser Hinsicht habe – daran soll es nicht scheitern."

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