Der erste Testtag in Jerez hatte einen alten Bekannten auf dem Spitzenplatz zu bieten. Der ehemalige Formel-1-Pilot Antonio Pizzonia fuhr in der Nachmittagts-Session die beste Zeit des Tages und war dabei rund sieben Zehntel schneller als Franck Perera auf Rang zwei. Perera ist auch kein Unbekannter mehr; er war vergangene Woche in Le Castelet am zweiten Tag die schnellste Runde gefahren.
Den dritten Platz an Tag eins konnte sich Giorgio Pantano sichern und Rang vier ging an den britischen F3-Meister Mike Conway. Die beiden hatten bereits rund eine Sekunde auf die Zeit von Pizzonia verloren.
Keinen guten Testauftakt - zumindest was die Zeiten betrifft - erwischten die beiden motorsport-magazin.com-Kolumnisten Bruno Senna und Markus Winkelhock. Senna beendete Tag eins auf Rang 17 und lag rund zwei Sekunden hinter Pizzonia. Ernesto Viso, der wie Senna im ART unterwegs war und die Strecke bereits kennt, war aber nur zweieinhalb Zehntel schneller als der Brasilianer.
Aber auch wenn es auf der Zeitenliste vielleicht ein bisschen anders aussah, war Bruno Senna mit seinem Testtag "durchaus zufrieden. Denn das Team hat vor allem daran gearbeitet, das Auto zu verbessern, Long Runs zu fahren. Es ging nicht darum, mir jetzt eine besonders schnelle Zeit zu ermöglichen. Über die Distanz und auf gebrauchten Reifen fand ich das Auto auch wirklich gut. Ich denke, die Ingenieure waren mit meiner Arbeit sehr zufrieden. Sie sind es ja dann auch, die das Feedback an die Teamführung geben, und nicht die Leute, die von außen irgendwelche Zeiten beurteilen. Auch im Vergleich zu Viso habe ich ja gut ausgesehen, habe nur zwei Zehntel verloren, bis zum letzten Sektor war ich sogar schneller als er, dann habe ich vielleicht nicht ganz so viel riskiert, weil ich mir diese schnellste Runde nicht verderben wollte."
In Jerez mache sich der Unterschied zwischen Renn- und Qualifying-Trim auch sehr stark bemerkbar: "Wenn da einige, wie zum Beispiel Pizzonia oder dann auch Conway, ein paar Sätze nur dazu her nehmen, um eine schnelle Runde zu fahren, dann kann man die Zeiten nicht mehr miteinander vergleichen."
Für Markus Winkelhock reichte es am Ende nur für Rang 25. Bei ihm hat es wohl an Schwierigkeiten mit dem Auto gelegen. Am Vormittag fuhr Winkelhock gerade einmal neun Runden und lag rund 17 Sekunden hinter der Spitze, was nur durch ein Problem am Auto erklärt werden kann. Am Nachmittag konnte er dann immerhin 22 Runden drehen, verlor aber wieder viel Zeit. Morgen werden dann die Autos wieder getauscht. So wird Senna im iSport-Wagen unterwegs sein, in dem Mike Conway heute Vierter wurde. Damit könnte es dann auch bei den Zeiten nach oben gehen.
Die Teszeiten des ersten Tages
1 Antonio Pizzonia Petrol Ofisi FMS International 1:27.184 11 Runden
2 Franck Perera Durango 1:27.893 23
3 Giorgo Pantano Campos Racing 1:28.163 17
4 Mike Conway iSport International 1:28.228 22
5 Jose Maria Lopez BCN Competicion 1:28.299 27
6 Kazuki Nakajima Dams 1:28.630 26
7 Nicolas Lapierre Dams 1:28.664 27
8 Lucas di Grassi iSport International 1:28.722 19
9 Pastor Maldonado BCN Competicion 1:28.796 34
10 Alexandre Negrao Piquet Sports 1:28.974 21
11 Christian Bakkerud Arden International 1:28.974 31
12 Ernesto Viso ART Grand Prix 1:28.988 25
13 Luiz Razia Racing Engineering 1:28.990 39
14 Luca Filippi Super Nova International 1:29.001 30
15 Jason Tahinci Petrol Ofisi FMS International 1:29.145 24
16 Borja Garcia Super Nova International 1:29.233 28
17 Bruno Senna ART Grand Prix 1:29.241 30
18 Kohei Hirate Trident Racing 1:29.325 23
19 Alberto Valerio Arden International 1:29.429 12
20 Sergio Jiminez Racing Engineering 1:29.456 17
21 Vitaly Petrov Piquet Sports 1:29.729 27
22 Gavin Cronje DPR 1:29.770 34
23 Bruce Jouanny Durango 1:29.892 29
24 Stephen Jelley DPR 1:30.236 36
25 Markus Winkelhock Trident Racing 1:30.372 22
26 Karun Chandhok Campos Racing 1:30.889 28

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