Selbst der Beweis, dass er mit Regen umgehen kann, half Michael Ammermüller bei seinem ersten GP2-Rennen im Nassen nicht zu einem Punkt, nachdem er am Samstag im ersten Rennen ja schon in der ersten Kurve ausgeschieden war. "Jetzt glaube ich sogar, es war Lopez und nicht Bruni, der mich getroffen hat - zumindest haben mir das andere Leute erzählt. Ich habe das Video noch nicht gesehen.

Als 26. und Letzter gestartet, machte er dennoch 15 Positionen gut und wurde am Ende Elfter. "Ich habe mein bestes gegeben und war glaube ich ganz gut, wenn man bedenkt, dass ich noch nie ein GP2-Auto im Regen gefahren bin. Vielleicht wäre es sogar noch besser gewesen, wenn wir nicht hinter dem Safety Car gestartet wären. Das bedeutete nämlich, dass ich beim Start keinen Boden gut machen konnte. - und später wurde es sogar noch schwerer. In den ersten Runden, wenn alle nahe zusammen sind, kannst du bei der ganzen Gischt nichts sehen - sobald die Sicht besser wird, bist du so weit hinten, dass du nicht mehr viel machen kannst."

Bei der Jagd auf die Fahrer vor ihm vermied Ammermüller Probleme und erzielte die drittschnellste Runde des Rennens. "Unser Speed war gut, aber vielleicht hätten wir noch besser sein können, wenn wir ein etwas weicheres Setup gehabt hätte. Ziemlich am Schluss bin ich auf das DPR-Auto aufgefahren. Ich wollte überholen, habe mich aber in der Gischt gedreht, da ich nichts mehr sehen konnte. Wenigstens konnte ich weiterfahren und habe keinen Platz verloren - und konnte noch immer die schnelle Runde fahren…"