Nelson Piquet Jr. hatte nach dem Qualifying auf dem Hungaroring richtig viel zu Lachen. Da war zunächst seine Pole Position, die er mit über sechs Zehntel Vorsprung auf Jose Maria Lopez herausgefahren hatte. Dann war da noch der Dreher vom Meisterschaftsführenden Lewis Hamilton.

Der Brite fabrizierte die Pirouette gleich zu Beginn der Session und würgte dann seinen Motor ab. Da er hoffte, von den Marshalls angeschoben zu werden, blieb er sitzen. Die schafften es aber nicht den Wagen wieder in Gang zu bekommen und damit kam Hamilton auf keine gezeitete Runde. Für das Rennen heißt das, Startplatz 26 und nur eine theoretische Chance auf Punkte.

Piquet Jr. spielt das natürlich in die Hände. Er hatte in Hockenheim ein wahres Albtraum-Wochenende und musste mit null Punkten wieder abreisen. Ihm wäre es nur recht, wenn er dank Hamiltons Fehler wieder etwas von seinem 26-Punkte-Rückstand reduzieren könnte. Mit Startplatz eins hat er ja bereits zwei Punkte wieder wett gemacht.

Startposition drei ging an Michael Ammermüller, der nach einer kleinen Durststrecke in den vergangenen Rennen anscheinend wieder den Speed gefunden hat. Das bestätigte er auch nach dem Qualifying: "Ich glaube, wir haben in Hockenheim einiges an Pace gefunden, da wir die vergangenen paar Wochenenden nicht sehr konkurrenzfähig waren. Ich denke, jetzt sind wir zurück und hoffe, wir werden morgen eine gute Renngeschwindigkeit haben. Hoffentlich bin ich am Ende auf dem Podium."

Timo Glock kam im Qualifikationstraining auf den neunten Platz, zehn Positionen vor dem Österreicher Andreas Zuber. Die Fahrt in die Punkteränge sollte für Glock leicht möglich sein. Aber so ein traumhaftes Wochenende wie auf dem Hockenheimring, mit einem Sieg und einem dritten Platz, wird er nur schwer wiederholen können. Vor allem, da Nelson Piquet Jr. das Feld im Griff hat und sicher noch etwas länger etwas zu Lachen haben will.