Nur eine Woche Pause gab es für die Teams der GP2 nach dem Rennen in Hockenheim. Für die Piloten in der Nachwuchsserie geht es am kommenden Wochenende auf dem Hungaroring in zwei Rennen wieder um Punkte. Gerade in der jetzigen Phase der Saison ist jedes gute Resultat eigentlich doppelt wichtig, da nach Ungarn nur noch zwei Rennwochenenden auf dem Programm stehen.

In der besten Position vor der Schlussphase ist Lewis Hamilton, der mit 82 Zählern die Meisterschaft anführt. Zweiter ist Nelson Piquet Jr. mit bereits 26 Punkten Rückstand. Rang drei hat im Moment Alex Premat mit 49 Zählern inne und Vierter ist Timo Glock neun Pünktchen dahinter.

Glock ist es auch, der wohl mit dem größten Selbstvertrauen nach Ungarn kommt. Am vergangenen Wochenende hat er in Deutschland das zweite Rennen gewonnen und kam im ersten auf Platz drei. Seit seinem Wechsel zu iSport International hat kein Fahrer mehr Punkte gemacht als er. Hamilton wird er aber kaum noch abfangen können. Einerseits ist der Abstand mit 42 Punkten schon zu groß, andererseits war auch der Brite in Hockenheim zwei Mal auf dem Podium und bestätigte damit einmal mehr seine gute Form.

Die schlechteste Ausgangsposition der Top Vier in der Meisterschaft hat Alex Premat an diesem Wochenende. Er wurde nämlich für einen Zwischenfall zwischen ihm und Hiroki Yoshimoto auf dem Hockenheimring bestraft und wird nach dem Qualifying um zehn Plätze nach hinten versetzt. Damit dürften die Punkteränge schwierig für den Franzosen werden. Vor allem auch deswegen, weil der Hungaroring nicht unbedingt als die überholfreundlichste Strecke gilt.

Am meisten gut zu machen hat Nelson Piquet Jr. Zwei Mal ging er in Deutschland leer aus und hat dadurch in der Meisterschaft entscheidend an Boden verloren. Nur ein Zauberwochenende in Ungarn kann dem Brasilianer im Titelkampf noch in die Nähe von Lewis Hamilton bringen.

Michael Ammermüller hat zwar in der Meisterschaft gar keine Chance mehr, nachdem er aber bereits seit sechs Rennen oder drei Wochenenden auf Punkte wartet, wird er doppelt motiviert zu Werke gehen. Dass er eigentlich leicht in die Punkte kommen kann, hat er zu Beginn der Saison gezeigt, als er Stammgast in den Punkterängen war.