Für dieses Jahr gab es Neuerungen an der Aerodynamik, dem Heckflügel, den Bremsen und dem Motor. Aber die Autos hatten trotzdem nach wie vor Haltbarkeitsprobleme, was ganz besonders Timo Glock bei den Tests wertvolle Zeit gekostet hat. Aber auch andere hatten Probleme mit der Technik.
Besonders interessant war natürlich Michael Ammermüllers erster Sieg im zweiten Rennen. Er hat einen lupenreinen Start- und Zielsieg hingelegt und verdient gewonnen. Das war eine Topleistung des Deutschen. Sein Arden-Auto war zudem top-abgestimmt. Das hat die Aufholjagd seines Teamkollegen Nicolas Lapierre im ersten Lauf gezeigt. Ammermüller kann nach diesem Auftritt sicherlich unter die Top-3 bis 4 der Meisterschaft kommen.
Lewis Hamilton war einer der wenigen Fahrer, die in Valencia überholen konnten, was auf der engen Strecke aber sehr schwierig war. Die Vorhersagen, dass Hamilton gleich in seinem ersten Jahr zu den Sieg- und Titelkandidaten gehört, haben sich eindeutig bestätigt.
Die Autos waren sehr schwierig zu fahren und hatten extrem viel Übersteuern, weswegen die Piloten immer wieder stark gegenlenken mussten. Allerdings sind die Boliden auch schneller geworden. Es sind jetzt richtige kleine Geschosse, die nur sieben Sekunden langsamer als die Formel 1 Autos waren.
Mit Ecclestone, Briatore, Prost oder Fisichella war einiges an Prominenz vor Ort. Die GP2 zieht also auch, wenn sie nicht im Rahmen der Formel 1 fährt. Auch waren relativ viele Zuschauer am Circuit Ricardo Tormo. Das liegt aber auch daran, dass Spanien gerade jenen Motorsport-Boom erlebt, der in Deutschland vor zehn Jahren ausgelöst wurde.

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