Der zweite Wertungslauf zur GP2 Meisterschaft in Valencia endete mit einem souveränen Sieg des Deutschen Michael Ammermüller. Ganz so überraschend kommt dieser Erfolg jedoch nicht, denn der GP2-Pilot hat bereits am Vortag mit Platz 7 sein Talent aufblitzen lassen. Zweiter, mit mehr als zehn Sekunden Rückstand, wurde Ernesto Viso vor Ammermüllers Teamkollegen Nicolas Lapierre.

Der Start erfolgte etwas ungewöhnlich. Die Rennleitung entschied sich für Formationsrunden, damit auch wirklich alle Fahrer ihre Reifen auf Temperatur bringen konnten. Nach einem Startabbruch wurde das gesamte Feld auf eine dritte Einführungsrunde geschickt.

Mit etwas Verspätung, und einer gekürzten Renndistanz, sprangen die Ampeln erfolgreich auf grün. Ammermüller erwischte einen fast perfekten Start und konnte sich noch vor der ersten Kurve auf die erste Position schieben. Auch der Sieger von gestern konnte sich bereits am Start gut in Szene setzen und fuhr auf die vierte Position vor, welche er auch bis ins Ziel nicht mehr hergab.

Während der spätere Sieger und Arden International Pilot sich vom restlichen Feld absetzen konnte, gab es um Platz zwei einen intensiven Kampf. Viso und Lapierre lieferten sich ein hartes, aber faires Duell und waren das gesamte Rennen über kaum mehr als 8/10 Sekunden voneinander getrennt. Der Franzose konnte sich jedoch nicht an Viso vorbeischieben und musste sich so mit Platz drei zufrieden geben. Dahinter folgten Nelson Piquet jr, Bruni und Hamilton.

"Es ist einfach fantastisch", gab ein überschwänglicher Ammermüller zu Protokoll. "Ich hatte ja nicht einmal damit gerechnet am ersten Wochenende auf das Podest zu kommen, und jetzt stehe ich sogar mit einem Sieg da. Das Rennen hier ist sehr lang und nach meinem guten Start wollte ich nur keinen Fehler machen. Das Team hat super gearbeitet und mir ein perfektes Rennauto zur Verfügung gestellt. Dieses Resultat ist sehr gut für die Motivation, denn jetzt wissen wir, dass wir in jedem Rennen um den Sieg oder mindestens einen Podestplatz mitkämpfen können."

Auch der Zweitplazierte Ernesto Viso strotzte nur so vor Selbstvertrauen: "Es fühlt sich so gut an und dies ist sicherlich nur einer von vielen Podestplätzen dieses Jahr."

Vom Pech verfolgt wurde der zweite deutsche Pilot Timo Glock. Der ehemalige Formel1 Fahrer musste sich nach einer Kollision mit dem achten Platz zufrieden geben.

In der Meisterschaft führt nach diesem Wochenende Nelson Piquet jr. (16 Punkte) vor Nicolas Lapierre (10 Punkte) und Lewis Hamilton mit neun Zählern. In der Meisterschaft der Konstrukteure führt Arden International vor Piquet Sport.