Der Formel 3 Cup wird weiterhin von den Piloten aus den Benelux-Staaten dominiert. In der Motorsport Arena Oschersleben belegten mit Frédéric Vervisch, Carlo van Dam und Nico Verdonck, sowie dem Koreaner Recardo Bruins Choi, der schon lange in den Niederlanden lebt, vier Piloten aus Benelux die ersten beiden Startreihen.

Nico Verdonck holte sich die Pole Position für den ersten Lauf. Dabei profitierte der Belgier von einem Fehler des Niederländers Van Dam. "Ich musste wegen der gelben Flaggen über längere Zeit vom Gas gehen", berichtet der JB Motorsport-Pilot. "Der Wage fühlte sich im ersten Qualifying sehr gut an und war viel besser zu fahren als ich erwartet hatte. Das ich jetzt nachträglich auf der Pole stehe ist genial und ich freue mich sehr darüber." Verdonck konnte seine gute Leistung aus der ersten Qualifikation im zweiten Teil nicht wiederholen, dort wurde er nur Vierter. "Wie man im zweiten Qualifying sehen konnte, muss ich noch viel an mir arbeiten", gibt der Belgier zu.

Konstanter war sein Teamkollege und Landsmann Vervisch unterwegs. Der Sieger des Auftaktrennens in Hockenheim stellte seinen Formel 3-Boliden zwei Mal auf die Pole Position. Auch für in war die Qualifikation kein Zuckerschlecken, denn zu Beginn kämpften die Nachwuchsfahrer mit der noch feuchten Strecke. "Die Strecke war noch rutschig und wir sind auf Slicks rausgefahren. Der Verkehr erschwerte es eine freie Runde zu erwischen", so Vervisch nach der Qualifikation. "Wie in Hockenheim stehe ich wieder bei beiden Rennen auf der zweiten Startposition. Im Rennen besteht damit auch die Möglichkeit wieder zu gewinnen."

Jemand, der sich in der ersten Startreihe bestens auskennt, ist Carlo van Dam. In Hockenheim stand der Niederländer zwei Mal auf der Pole Position. Die hätte er auch in Oschersleben inne haben können, doch Van Dam missachtete gelbe Flaggen. Für das erste Rennen rutscht Van Dam auf die vierte Position zurück, im zweiten Rennen steht er, wie gewohnt, auf Pole.

"Das Qualifying war für uns sehr hektisch, da die Strecke am abtrocknen war und wir noch einige Änderungen am Auto vornehmen musste", sagt Van Dam. "Trotz des schnellen Umbaus vom Regen- auf das Trocken-Setup lief das Auto sehr gut. Obwohl ich die Pole Position für das erste Rennen verloren habe, gebe ich den Sieg noch nicht auf. Vom ersten Platz am Sonntag ist es natürlich einfacher."

Für den niederländischen Koreaner Bruins Choi sprang für beide Rennen der dritte Startplatz heraus. "Das ist eine sehr gute Ausgangsposition für die Rennen und eine sehr gute Chance auf das Podium zu kommen", erzählt er optimistisch. "Leider hatte ich ausgerechnet in der letzten Runde Verkehr. Im zweiten Teil des Zeittrainings war fast nur gelbe Flagge und gegen Ende war durch einen Ausrutscher Dreck in der McDonalds-Schikane. Dadurch war keine schnelle Runde mehr möglich."