Maro Engel (Winward-Mercedes) ist nach dem DTM-Sonntagsrennen auf dem Sachsenring bestraft worden. Der Titelanwärter erhielt für seine Kollision in der vorletzten Runde mit Kelvin van der Linde (Schubert-BMW) drei Penalty Laps, die nachträglich in eine 15-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurden.
Damit verlor Engel den fünften Platz, den er beim Zieleinlauf belegt hatte, und fiel bis auf die 19. Position zurück. Damit war die Strafe doppelt schmerzhaft für den Pole-Setter, weil das Feld nach einer vorangegangenen Safety-Car-Phase dicht beisammen lag und die Zeitenabstände sehr gering waren.
Maro Engel: Rückstand auf Preining noch größer
Engel ging punktelos aus dem Rennen hervor, statt elf Zähler für den fünften Platz einzusacken. Damit ist sein Rückstand in der Meisterschaft zu Spitzenreiter Thomas Preining (Manthey-Porsche) auf 23 Punkte angewachsen. 56 Zähler gibt es beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring noch zu holen.
Engel war nach dem Rennen und der auferlegten Strafe verständlicherweise alles andere als gut gelaunt, nahm sich dennoch kurz Zeit zum Gespräch mit uns. "Ich bin ins ABS gekommen und konnte in dem Moment die Kollision nicht mehr verhindern", sagte er zu Motorsport-Magazin.com. "In dem Moment war ich Passagier. Sehr, sehr ärgerlich."
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Zur 15-Sekunden-Zeitstrafe, die ihn ans Ende des Feldes beförderte, meinte Engel: "Am Ende geht die Kollision auf meine Kappe, weil ich ihn (van der Linde) von hinten treffe. Das muss ich akzeptieren." Der 41-Jährige hatte bei der Anhörung vor den Sportkommissaren bereits seine Schuld für den Crash, der van der Linde ins Kiesbett beförderte, eingestanden.
Engel erklärt Crash: "Auto hat nicht angehalten, bin ins ABS"
Ob Engel in dieser Situation über ein Schmiermittel auf der Strecke gerutscht war, vermochte er in seiner ersten Reaktion nicht zu beurteilen: "Keine Ahnung. Nicki (Thiim) hat wohl gesagt, dass er Öl hatte. Bei mir hat das Auto nicht angehalten und ich bin ins ABS gekommen."
Die Strafe hat Engels Hoffnungen auf den ersten DTM-Titelgewinn einen herben Rückschlag versetzt. Der Mercedes-Veteran hatte die Gesamtführung bereits am Samstag nach dem Qualifying an Preining eingebüßt. Der Österreicher hat den Vorsprung am Sonntag mit seinem sechsten Podestplatz in Folge weiter ausgebaut. Engel wollte den Titel natürlich noch nicht abschreiben: "Alles ist möglich."



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