Die 537 Kilometer lange Etappe von La Serena nach Copiapó in Chile erforderte volle Konzentration der Navigatoren. Die langen Offroad-Passagen mit harten Schlägen und steinigen Abschnitten verlangte der Besatzung körperlich alles ab. Am Ende gab es von VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen ein dickes Lob für die Co-Piloten Michel Périn und Ralph Pitchford. " Diese Etappe war im Hinblick auf die Navigation extrem anspruchsvoll. Insgesamt hat unser Team saubere Arbeit abgeliefert", erklärte Nissen.

Für Volkswagen läuft alles in Richtung Dakar-Sieg. Carlos Sainz verteidigte auf der neunten Etappe seine Führung und liegt im Gesamtklassement vor zwei weiteren Race Touareg an der Spitze. "Wir haben bisher alle Aufgaben gut gemeistert. Die nächsten Tage bleiben hart – deswegen gilt es zuerst, problemfrei durchzukommen. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt", will der Spanier von einem Dakar-Sieg noch nicht sprechen. Bei seinem dritten Tagessieg war das Glück auf der Seite von Sainz.

Reifenplatzer, Navigationsfehler

Lange Zeit sahen Mark Miller und Ralph Pitchford wie die Tagessieger aus. Das amerikanisch-südafrikanische Volkswagen Duo verlor jedoch kurz vor Ende rund fünf Minuten durch einen Reifenwechsel, verbesserte sich in der Gesamtwertung jedoch um eine Position. Miller/Pitchford übernahmen Platz zwei von ihren Teamkollegen Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D), die ihrerseits durch einen Navigationsfehler 12.01 Minuten am neunten Wertungstag einbüßten.

"Ralph hat perfekt navigiert und nach etwa 60 Kilometern haben wir Carlos Sainz eingeholt. Wir blieben in der Nähe seines Staubs und hatten uns darauf eingestellt, ihm bis ins Ziel zu folgen. Leider haben ein schleichender Plattfuß und der nötige Reifenwechsel später meinen ersten Etappensieg bei der Dakar verhindert. Aber das steht nicht im Vordergrund. Hauptsache, am Ende liegt in der Gesamtwertung ein 'Blauer' vorn", erzählte ein zufriedener Mark Miller im Ziel.

Der Rückstand auf den Gesamtführenden Carlos Sainz beträgt knapp 20 Minuten. De Villiers/von Zitzewitz folgen weitere drei Minuten dahinter auf Position drei. Dieter Depping/Timo Gottschalk (D/D) büßten im vierten 280 PS starken Race Touareg über eine Stunden ein und fielen vom achten auf den zehnten Gesamtrang zurück. "Es kommen noch harte Tage auf uns zu, an denen viel geschehen kann", gibt sich De Villiers noch nicht geschlagen.