Die 5. Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien endete nach 428 Wertungskilometern mit dem ersten Tagessieg vom vierfachen Dakar-Champion Nasser Al-Attiyah. Gleichzeitig war es der erste Sieg für Dacia bei der Rallye Dakar. Der Pilot aus Katar siegte mit einem Vorsprung von zehn Minuten. Henk Lategan wurde Vierter und bleibt damit Gesamtführender vor Yazeed Al Rajhi mit dem deutschen Navigator Timo Gottschalk, die auf Rang fünf die Ziellinie passierten.

5. Etappe: Alula - Hail (9. Januar)
(Prüfung: 428 km, Verbindung: 64 km)
Vor dem Start
Die 5. Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien führte die Teams der Auto-Kategorie von Alula nach Hail. Start war der Nacht-Biwak, wo alle Teilnehmer ohne die Hilfe der Servicefahrzeuge klarkommen mussten. Die Wertungsprüfung ging über 428 Kilometer. Nach der Zieldurchfahrt war noch eine kurze Verbindung über 64 Kilometer zum Biwak in Hail zu bewältigen.
Die Strecke war gleich zu Beginn sehr schnell. Die verbliebenen Teilnehmer der Auto-Kategorie hatten es zunächst nur mit hartem Untergrund zu tun. Dann folgte ein immer sandigeres Terrain bis zum Ziel.

Start/WP 1/2: Viele Positionswechsel auf den ersten 87 Kilometern
Vortagessieger Al Rajhi eröffnete im Toyota die heutige Tagesprüfung. Die Top-10 startete erneut mit Abständen von drei Minuten. Insgesamt mussten neun Waypoints vor dem Ziel angefahren werden. Der Gesamtführende Henk Lategan startete als Zweiter vor Juan Cruz Yacopini. Hinter den drei Toyota-Teams folgten Martin Prokop im Ford und Denis Krotov im Mini. Von den 66 gestarteten Teams waren noch 61 startberechtigt.
Nach dem Start wurde der erste Waypoint bei Kilometer 31 vom schnellsten Fahrer Guerlain Chicherit nach 14:12 Minuten erreicht. Hinter dem Mini folgte der reparierte Dacia von Nasser Al-Attiyah. Erneut hatte Mattias Ekström im Ford einen guten Start und lag auf Rang drei.
Die virtuellen Positionen wechselten in den Top-20 laufend. Am zweiten Kontrollpunkt konnte der Schwede Ekström die Führung vor Chicherit und Al-Attiyah übernehmen. Vierter war der Amerikaner Seth Quintero im Toyota vor Markenkollege Guy David Botterill aus Südafrika. Lategan belegte Rang ach und Al Rajhi Rang 13 nach insgesamt 87 Kilometern.

WP 3/4/5: Halbzeitführung für Al-Attiyah
Ekström führte auch am dritten Kontrollpunkt das Rennen an. Knapp dahinter lag Al-Attiyah. Nach 173 Kilometern passierten die Teams den vierten Checkpoint. Jetzt war Al-Attiyah aus Katar der neue Spitzenreiter vor Chicherit, Botterill und Ekström, der nur noch auf Position vier zu finden war.
Zur Halbzeit gab es bei Kilometer 226 eine neutrale Zone mit Tankstopp. Al-Attiyah erzielte die Bestzeit mit 2:22:28 Stunden. Ekström konnte wieder aufholen und fuhr auf Rang zwei vor. Auch Lategan belohnte sich durch einen starken Zwischenspurt, der auf Rang drei endete. Allerdings betrug sein Rückstand über fünf Minuten. Auch Quintero und Al Rajhi lagen vor dem zweiten Teil in den Top-5, weil Chicherit und Botterill nach Navigationsproblemen viel Zeit verloren hatten.

WP 6/7/8: Al-Attiyah weiterhin in Front
Die Top-3 passierten unverändert die Zeitmessungen am sechsten und siebten Waypoint. Al-Attiyah führte jetzt mit 1:46 Minuten vor Ekström. Lategan und Al Rajhi kamen nicht näher heran.
Auf dem nächsten 43 Kilometer langen Teilstück startete Ekström erfolgreich eine Aufholjagd. Der Schwede hatte jetzt nur noch 41 Sekunden Rückstand, während Lategan weiter Zeit auf die Spitze verlor. Waypoint neun wurde nach 3:33:26 Stunden erreicht. Al-Attiyah führte jetzt wieder deutlich, weil die vor ihm gestarteten Verfolger sich etwas verfahren hatten.
WP 9/10/11: Al-Attiyah fährt davon
Nach 344 Kilometern konnte Al-Attiyah seinen Vorsprung weiter ausbauen. Der vierfache Dakar-Sieger führte jetzt mit 7:28 Minuten vor den beiden zeitgleichen Ekström und Lategan. Kurz darauf war Ekström wieder alleiniger Zweiter.
51 Kilometer vor dem Ziel erfolgte die elfte und letzte Zeitmessung. Al-Attiyah führte weiterhin mit einen sicheren Vorsprung von 8:04 Minuten vor Ekström und Lategan.
Ziel: Erster Tagessieg für Al-Attiyah
Nach 428 Kilometern hatte es Al-Attiyah endlich geschafft. Es war sein erster Tagessieg 2025 und gleichzeitig der erste Sieg für Dacia. Quintero schaffte auf den letzten Kilometern noch den Sprung auf Platz zwei. Mit über zehn Minuten Rückstand kamen Ekström und Lategan im Ziel an. Fünfer wurde Al Rajhi.
Nach dem Ruhetag wird Al-Attiyah seine Aufholjagd fortsetzen. Es bleibt spannend, denn täglich kann bei der härtesten Rallye der Welt viel passieren.
Ergebnis der 5. Etappe 2025 (Top-10)
| Rang | Fahrer | Marke | Zeit (Stunden) |
|---|---|---|---|
| 1 | N. Al-Attiyah | Dacia | 04:22:54 |
| 2 | S. Quintero | Toyota | +00:09:59 |
| 3 | M. Ekström | Ford | +00:10:07 |
| 4 | H. Lategan | Toyota | +00:10:53 |
| 5 | Y. Al Rajhi | Toyota | +00:14:16 |
| 6 | S. Variawa | Toyota | +00:14:59 |
| 7 | L. Moraes | Toyota | +00:19:23 |
| 8 | M. Guthrie | Ford | +00:19:28 |
| 9 | M. Serradori | Century | +00:26:27 |
| 10 | M. Prokop | Ford | +00:27:16 |
Zwischenstand nach der 5. Etappe 2025 (Top-5)
| Rang | Fahrer | Marke | Zeit (Stunden) |
|---|---|---|---|
| 1 | H. Lategan | Toyota | 28:10:11 |
| 2 | Y. Al Rajhi | Toyota | +00:10:17 |
| 3 | M. Ekström | Ford | +00:20:54 |
| 4 | N. Al-Attiyah | Dacia | +00:25:00 |
| 5 | L. Moraes | Toyota | +00:41:55 |



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