Foren-Übersicht / Formel 1 / Die Teams

Sauber - C34

Diskussionsforum über Teams und Motoren in der Formel 1.
Beitrag Dienstag 17. März 2015, 00:57

Beiträge: 0
Das habe ich weniger gemeint. Wenn Sauber die Kaltenborn aber in dieser Sache kritisiert hätte, wäre das auch auf ihn zurück gefallen. Daher hat er den diplomatischen Weg gewählt und die Sache selbst gar nicht erwähnt, sondern nur die Verdienste herausgestellt. Sehr geschickt muss ich sagen. Auf der anderen Seite hat sowas auch ein gewisses Geschmäckle, zu oft schon sind die so gelobten dann gegangen worden.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 07:33

Beiträge: 20031
popolski hat geschrieben:
Das habe ich weniger gemeint. Wenn Sauber die Kaltenborn aber in dieser Sache kritisiert hätte, wäre das auch auf ihn zurück gefallen. Daher hat er den diplomatischen Weg gewählt und die Sache selbst gar nicht erwähnt, sondern nur die Verdienste herausgestellt. Sehr geschickt muss ich sagen. Auf der anderen Seite hat sowas auch ein gewisses Geschmäckle, zu oft schon sind die so gelobten dann gegangen worden.


Du bist grandios darin, sich zu wenden und winden. :lol: :lol: :lol:
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 09:50

Beiträge: 4967
popolski hat geschrieben:
Wenn Sauber die Kaltenborn aber in dieser Sache kritisiert hätte, wäre das auch auf ihn zurück gefallen. Daher hat er den diplomatischen Weg gewählt und die Sache selbst gar nicht erwähnt, sondern nur die Verdienste herausgestellt. Sehr geschickt muss ich sagen. Auf der anderen Seite hat sowas auch ein gewisses Geschmäckle, zu oft schon sind die so gelobten dann gegangen worden.


Ich sehe es auch so.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 10:10

Beiträge: 20031
Das Problem ist, dass Sauber ohne das ganze Vertragstheater um die 4 Fahrer heute wohl gar nicht mehr dabei wäre.

Insofern weiß Peter Sauber wohl am besten, was dahinter steckt und seine Aussagen sind da ja eindeutig, dass es das Team ohne Kaltenborns Bemühungen nicht mehr existieren würde bzw. teilnehmen könnte.

Ändert natürlich nichts daran, dass das Verhalten des Teams moralisch und auch rechtlich nicht in Ordnung war.

Aber wie sagte Danner so schön: "Ich sehe lieber Sauber in der F1 als einen van der Garde im Cockpit" - und da gebe ich ihm Recht.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 10:37

Beiträge: 0
popolski hat geschrieben:
Das Sauber sich hinter Kaltenborn stellt ist eher logisch, er war es ja der sie auf den Chefstuhl gesetzt hat, da wäre Kritik gleichbedeutend mit eigenem Unvermögen.


Das ist doch einfach nur grober Unfug. Eine falsche Entscheidung treffen bedeutet gleich, dass man nix drauf hat?
Das ist jeder Mensch auf diesem Planeten ein absoluter Vollidiot.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 10:45

Beiträge: 0
Das ist jetzt Unsinn. Es geht nicht um eine falsche Entscheidung. Und es kann ja auch nicht nur eine gewesen sein bei dieser Angelegenheit. Egal, ich sprach vom persönlichen Verhältnis. Wenn Sauber die Kaltenborn in dieser Sache öffentlich kritisiert hätte, wäre das ganz sicher auf ihn zurückgefallen. Das ist es was ich sagen wollte.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 13:38

Beiträge: 20031
read-only hat geschrieben:
popolski hat geschrieben:
Das Sauber sich hinter Kaltenborn stellt ist eher logisch, er war es ja der sie auf den Chefstuhl gesetzt hat, da wäre Kritik gleichbedeutend mit eigenem Unvermögen.


Das ist doch einfach nur grober Unfug. Eine falsche Entscheidung treffen bedeutet gleich, dass man nix drauf hat?
Das ist jeder Mensch auf diesem Planeten ein absoluter Vollidiot.


Zumal Sauber ja klargestellt hat, dass Kaltenborn mit ihren Entscheidungen das Team gerettet hat. Natürlich ist soetwas sekundär, wenn es darum geht einen Überfahrer aus Holland ins Auto zu setzen.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 14:03

Beiträge: 40295
popolski hat geschrieben:
Das ist jetzt Unsinn. Es geht nicht um eine falsche Entscheidung. Und es kann ja auch nicht nur eine gewesen sein bei dieser Angelegenheit. Egal, ich sprach vom persönlichen Verhältnis. Wenn Sauber die Kaltenborn in dieser Sache öffentlich kritisiert hätte, wäre das ganz sicher auf ihn zurückgefallen. Das ist es was ich sagen wollte.


Ja, das hat aber auch keiner erwartet, dass Sauber kommt und Kaltenborn schlecht macht. Andere haben halt Anstand, nicht so wie Red Bull. Aber wenn Kaltenborn miese Arbeit macht, würde er sie einfach feuern.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 16:50

Beiträge: 4967
popolski hat geschrieben:
Das ist jetzt Unsinn. Es geht nicht um eine falsche Entscheidung. Und es kann ja auch nicht nur eine gewesen sein bei dieser Angelegenheit. Egal, ich sprach vom persönlichen Verhältnis. Wenn Sauber die Kaltenborn in dieser Sache öffentlich kritisiert hätte, wäre das ganz sicher auf ihn zurückgefallen. Das ist es was ich sagen wollte.


Ich verstehe was Du denkst, ich bin mir aber auch sicher, dass Peter Sauber einen sauberen Charakter hat und in dieser Sache nicht falsch spielt, aber wie gesagt, ein gewisser Nachgeschmack wird bleiben. 16 Millionen Schweizer Franken tun der Firma sicher weh, dann wartet ja noch Adrian Sutil.

Bluewin.ch

Gemäss einem britischen Artikel soll es im Rechtsschreit zwischen Ex-Pilot Giedo van der Garde und Sauber eine Einigung gegeben haben, die den Schweizer Rennstall teuer zu stehen kommt.
Seit letzter Woche plagt sich Sauber mit einem Gerichtsfall mit Ex-Pilot Giedo van der Garde rum, bei welchem der Holländer auch noch Recht bekommen hat. Das Recht auf einen Sitz im Cockpit für diese Saison. Im letzten Moment konnte man noch eine Lösung finden, dass van der Garde zumindest für das erste Rennen in Melbourne auf diesen Sitz verzichtet.
Doch das war lediglich eine vorübergehende Lösung. Jetzt soll der Schweizer Rennstall gemäss Aussage des britischen F1-Journalisten Adam Cooper 15 Millionen Euro an van der Garde überweisen, damit dieser auf weitere rechtliche Schritte gegen seinen Ex-Arbeitgeber verzichtet.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 17:12

Beiträge: 20031
torino hat geschrieben:
Ich verstehe was Du denkst, ich bin mir aber auch sicher, dass Peter Sauber einen sauberen Charakter hat und in dieser Sache nicht falsch spielt, aber wie gesagt, ein gewisser Nachgeschmack wird bleiben. 16 Millionen Schweizer Franken tun der Firma sicher weh, dann wartet ja noch Adrian Sutil.


Wobei die Frage ist, wieviel van der Garde zuvor schon an Sauber gezahlt hatte. Denn letztlich wird ein Anteil dieses Betrages auch aus der Kohle bestehen, die ursprünglich von van der Garde kam und für die Sauber keine Gegenleistung erbringt.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 17:34

Beiträge: 40295
Er hat vorher 13 Millionen Euro gezahlt.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 19:08

Beiträge: 20031
Habe ich auch gerade gelesen.

Die restlichen 2 Mio. sind unter anderem wohl auch für Anwaltskosten. Insofern ist es natürlich Quatsch, wenn die Presse jetzt so tut als hätte van der Garde den dicken Reibach gemacht und ne fette Abfindung bekommen.

Für Sauber ist das natürlich ne hohe Summe - aber diese hat ihnen ja nicht zugestanden. Es wird gemunkelt, dass Peter Sauber das aus seinem Privatvermögen aufgebracht hat oder dass die Hauptsponsoren bürgen.

Wie auch immer - jetzt können sich beide Parteien endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 19:43

Beiträge: 8283
Ich finde es trotzdem nicht richtig wenn man sich quasi 1:1 auseinanderdividiert... Man sollte den Vertragsbruch oder einer einfachen Rolle rückwärts nicht einfach Tür und Tor öffnen sondern eher die Bedeutung von Verträgen wieder stärken und die Sauber-Verantwortlichen dafür die Konsequenzen tragen lassen...

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 19:53

Beiträge: 4967
Mav05 hat geschrieben:
sondern eher die Bedeutung von Verträgen wieder stärken und die Sauber-Verantwortlichen dafür die Konsequenzen tragen lassen...


Stimmt irgendwie schon.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 19:58

Beiträge: 20031
torino hat geschrieben:
Mav05 hat geschrieben:
sondern eher die Bedeutung von Verträgen wieder stärken und die Sauber-Verantwortlichen dafür die Konsequenzen tragen lassen...


Stimmt irgendwie schon, ich bin ja gespannt wie das mit Adrian Sutil geregelt wird.


Das wurde doch sicher schon letztes Jahr geregelt....
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 21:06

Beiträge: 0
Mav05 hat geschrieben:
Ich finde es trotzdem nicht richtig wenn man sich quasi 1:1 auseinanderdividiert... Man sollte den Vertragsbruch oder einer einfachen Rolle rückwärts nicht einfach Tür und Tor öffnen sondern eher die Bedeutung von Verträgen wieder stärken und die Sauber-Verantwortlichen dafür die Konsequenzen tragen lassen...


So sollte es auch sein. Aber das was jetzt öffentlich gesagt wird, muss ja nicht stimmen. Über solche Zahlungen vereinbart man normalerweise Stillschweigen. Und das da deutlich mehr zurück kommt als eingezahlt wurde, davon gehe ich aus, schließlich ist van der Garde übel abserviert worden. Und sein Anwalt will ja auch verdienen und wird sicher die Höhe der Zahlung von Sauber so hoch wie möglich angesetzt haben.

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 21:07

Beiträge: 0
formelchen hat geschrieben:
torino hat geschrieben:
Mav05 hat geschrieben:
sondern eher die Bedeutung von Verträgen wieder stärken und die Sauber-Verantwortlichen dafür die Konsequenzen tragen lassen...


Stimmt irgendwie schon, ich bin ja gespannt wie das mit Adrian Sutil geregelt wird.


Das wurde doch sicher schon letztes Jahr geregelt....



Stimmt, das Zugticket hat Peter Sauber persönlich gezahlt... :D

Beitrag Dienstag 17. März 2015, 22:35

Beiträge: 40295
formelchen hat geschrieben:
Die restlichen 2 Mio. sind unter anderem wohl auch für Anwaltskosten. Insofern ist es natürlich Quatsch, wenn die Presse jetzt so tut als hätte van der Garde den dicken Reibach gemacht und ne fette Abfindung bekommen.


Wer sich in Melbourne vor die Presse stellt und sagt, sein Ziel sei keine finanzielle Abfindung, sondern ein Renncockpit, der hat egal bei welcher Summe verloren. War aber auch leider nicht anders zu erwarten.

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 13:17

Beiträge: 40295
Sauber verlängert mit Nasr und Ericsson:

Für die kommende Saison deuten sich nur wenige Fahrerwechsel an – selbst bei den Mittelfeldteams. So hat auch das Sauber-Team die Verträge mit Felipe Nasr und Marcus Ericsson verlängert. Beide bringen Konstanz und Geld mit ins Team.

Das letzte Mal, dass Sauber die Fahrerpaarung unangetastet gelassen hat, war 2012, als man mit Sergio Pérez und Kamui Kobayashi weitermachte. Dieses Mal überrascht die Konstanz durchaus etwas: Zum einen sind Fahrerrochaden bei einem finanziell kämpfendem Mittelfeldteam durchaus an der Jahresordnung, zum anderen gingen viele Experten davon aus, dass Sauber den Ferrari-Testfahrer Raffaele Marciello befördert.

Der Italiener ist der klare Verlierer der Bekanntgabe. Marciello bestreitet in diesem Jahr einige Freitagseinsätze für Sauber und ist im Kader von Ferrari. Durch die starken Verbindungen der Scuderia zum neuen Haas-Team kann sich Marciello Hoffnungen machen, dort anzudocken. Doch ein F1-Cockpit ist teuer und Ferrari wird sich genau überlegen, ob man diese finanzielle Bürde tragen will, denn: Auch sportlich läuft es für ihn nicht wirklich rund: Der Teamwechsel in der GP2 (von Racing Engineering zu Trident) hat sich nicht ausgezahlt. Bislang ist Marciello ohne Saisonsieg.

Nasr nicht zu Williams


Für Sauber ist die Vertragsverpflichtung von Nasr und Ericsson auch finanziell wichtig. Beide bringen Geldgeber mit, die sich finanziell in einem zweistelligen Millionenbereich beteiligen. Bessere Bezahlfahrer scheint es auf dem freien Markt derzeit nicht zu geben. Viele werden einwerfen, dass Sauber letztes Jahr um diese Zeit auch andere Fahrer für 2015 unter Vertrag hatte, als die, die letztlich die Saison bestritten. Aber anders als dieses Jahr hat Sauber die Fahrer damals noch nicht offiziell verkündet.

Gerade Felipe Nasr wurden zuletzt auch Abwanderungslüste nachgesagt. Besonders brasilianische Medien brachten den Brasilianer mit dem Cockpit bei Williams in Verbindung, das frei wird, sollte Valtteri Bottas wirklich zu Ferrari wechseln. Nasr hat sein Talent dieses Jahr unter anderem durch Rang fünf beim GP-Debüt in Australien unter Beweis gestellt.

Auch Marcus Ericsson hat sich sportlich deutlich verbessert. Bei Caterham war der Schwede eher unter ferner liefen unterwegs – auch im Vergleich zu den Teamkollegen. Bei Sauber kann er nun durchaus bessere Leistungen zeigen, nicht nur von den Resultaten her.

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 20:48

Beiträge: 20031
Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll. Auf dem ersten Blick machen beide dieses Jahr einen ganz guten Job.

Aber Nasr ist Rookie und Ericssons Leistung 2014 in seiner Gurke wie dem Caterham einzuschätzen ist auch nicht einfach.

Was ich damit sagen will: man hat zwei unerfahrene Fahrer deren Leistung gut ist, aber es fehlt ein brauchbarer Vergleich. Man weiß halt nicht, was ein erfahrener Fahrer aus dem Auto holen würde. Jemand wie Massa, Perez oder Hülkenberg. Vielleicht steckt viel mehr in dem Auto.

Vielleicht sind aber beide wirklich auch gut. Wobei Ericsson bisher einen Tick schlechter ist als Nasr.

Aber am Ende des Tages zählt für Sauber ja auch die Kohle, die die Fahrer mitbringen. Und wenn sie dazu einen halbwegs guten Job machen, ab und zu punkten und das Auto nicht ständig schrotten, ist das für Sauber gegenüber 2014 schonmal eine bessere Situation.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Sonntag 25. Oktober 2015, 20:06

Beiträge: 40295
Sauber stieg in die Formel-1 ein, als sich die Situation für Privatteams im GP-Sport zunehmend verschärfte: Die Traditionsteams Brabham und March sperrten vor der Saison zu, in der Sauber die Bühne der Formel-1 betrat, zwei Jahre später folgte Lotus, nur unwesentlich länger überlebten Tyrrell und Arrows. Sauber aber ist heute noch da. In Zeiten, die noch schlechter sind als 1993.

Inzwischen hat mit Monisha Kaltenborn eine Frau das Sagen. Peter Sauber, der 1970 den Rennstall gründete, sitzt aber noch immer im Aufsichtsrat, ist Mitträger zentraler Entscheidungen. Unter Kaltenborn erkennen viele einen Stilbruch. Ein Theater wie vor der laufenden Saison, als Sauber sechs Fahrer für zwei Renncockpits unter Vertrag gehabt haben soll und Giedo Van der Garde sich in Australien in einen Sauber Ferrari klagen wollte, können sich viele unter Peter Sauber nicht vorstellen. Die Wahrheit ist: Noch nie waren die Zeiten für kleine Privatteams wie Sauber schwerer als heute, die Teamführung ist daher immer wieder zu unpopulären Maßnahmen gezwungen. Die Arbeitsplätze der 380 Mitarbeiter in der Schweiz will man nicht gefährden. Eine Alternative zur Formel-1 gibt es in der Form nicht.

Die Lösung wäre der Verkauf des Teams an einen Hersteller. Doch damit hat Sauber keine guten Erfahrungen gemacht: Von 2006 bis ’09 übernahm BMW die Mannschaft. Es war zwar die erfolgreichste Zeit mit dem Sieg von Robert Kubica beim Großen Preis von Kanada 2008, aber nur ein Jahr später wurden die Nachteile offensichtlich: Im Zuge der Wirtschaftskrise verabschiedete sich BMW plötzlich aus der Formel-1, verscherbelte den Rennstall an Qadbak, eine Stiftung, deren Hintermänner bis heute unbekannt sind. Nur ein Rückkauf von Peter Sauber verhinderte das Ende des Sauber-Teams.

Sauber mit Le-Mans-Sieg

Viele F1-Fahrer haben dem Sauber-Team ihr F1-Debüt zu verdanken. Heinz-Harald Frentzen zum Beispiel, aber auch Felipe Massa oder aktuell Felipe Nasr. Unvergessen auch, wie sich Sauber 2001 gegen alle Widerstände (von Sponsor Red Bull, vom Automobilweltverband FIA) durchsetzte und den völlig unerfahrenen Kimi Räikkönen ins Cockpit setzte – und damit einmal mehr ein goldenes Händchen bewies.

Auch Felipe Nasr glänzte in diesem Jahr in Australien mit Rang fünf beim F1-Debüt. Danach hatte der Brasilianer allerdings Probleme, fiel immer öfter hinter seinen Teamkollegen Marcus Ericsson zurück. Der Schwede machte bei Caterham 2014 keinen guten Eindruck. Experten fragen sich jetzt: Hat sich Ericsson über den Winter wirklich so sehr gesteigert, oder ist der Sauber Ferrari C34 einfach nur ein richtig schnelles Auto? Momentan rangiert Sauber in der Tabelle auf Platz acht, nur McLaren und Manor liegen dahinter. Das ist besser als letztes Jahr, als man keinen einzigen WM-Punkt sammelte und damit Letzter war! Bei Nasr schien in Russland der Knoten wieder zu platzen. Dank eines Wechsels des Renningenieurs. Er vertraut nun auf Craig Gardner.

Bei allen 400 Grand Prix immer dabei: Teammanager Beat Zehnder. Schon 1989 war er bei Sauber, als die Schweizer mit Mercedes-Unterstützung die 24 Stunden von Le Mans gewannen, unter anderem mit dem ehemaligen deutschen F1-Fahrer Jochen Mass an Bord. Er war dort auch Lehrer für das Mercedes-Juniorteam, bestehend aus Karl Wendlinger, Heinz-Harald Frentzen und Michael Schumacher – ja auch das war und ist Sauber.

Beschwerde bei der EU

Und wie geht es mit dem Team jetzt weiter? Kaltenborn kämpft für bessere Rahmenbedingungen von Privatteams in der Formel-1. Gemeinsam mit Force India reichte Sauber eine Beschwerde bei der EU-Wettbewerbskommission ein. Kern der Klage: Die Preisgelder in der Formel-1 werden zugunsten der großen Teams ungerecht verteilt, dazu haben Teams wie Sauber anders als die großen Mannschaften kein gewichtiges Mitspracherecht bei der Regelerstellung. Viele kleine F1-Teams setzen nun alle Hoffnungen darauf, dass die Beschwerde von der EU anerkannt wird und sich die Situation sich bessert.

Bis dahin hält sich Sauber mit Bezahlfahrern über Wasser. Felipe Nasr und Marcus Ericsson spülen beide einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag in die Teamkasse. Und sind daher auch 2016 gesetzt. Dann geht Sauber bereits in die 24. F1-Saison der Teamgeschichte. Damit ist Sauber längst ein Traditionsteam. Und Traditionen wollen geschützt werden.

Die meisten GP für Sauber

1. Nick Heidfeld (GER) 143
2. Heinz-Harald Frentzen (GER) 64
3. Robert Kubica (POL) 59
4. Kamui Kobayashi (JPN) 58
5. Felipe Massa (BRA) 52
6. Esteban Gutiérrez (MEX) 38
6. Johnny Herbert (GBR) 38
6. Sergio Pérez (MEX) 38
9. Jean Alesi (FRA) 32
9. Pedro Diniz (BRA) 32

Die meisten Punkte für Sauber
1. Nick Heidfeld (GER 194
2. Robert Kubica (POL) 135
3. Kamui Kobayashi (JPN) 122
4. Sergio Pérez (MEX) 80
5. Nico Hülkenberg (GER) 51
6. Heinz-Harald Frentzen (GER) 42
7. Felipe Massa (BRA) 27
8. Felipe Nasr (BRA) 25
9. Giancarlo Fisichella (ITA) 22
10. Johnny Herbert (GBR) 20

Beitrag Dienstag 1. Dezember 2015, 18:20

Beiträge: 3345
Wechselt Sauber zu Honda? Aktuell ist man noch Kunde von Ferrari. Und der Vertrag läuft bis 2016. Was dann passiert ist noch unklar. Jezt gibt es Spekulationen über einen Deal mit Honda. Die Japaner haben im Moment einen Exklusivvertrag mit McLaren. Deshalb hat Ron Dennis auch ein Veto eingelegt, als Honda mit Red Bull verhandelt hat. Nun also Sauber. Ein Grund der gegen eine Vertragsverlängerung mit Ferrari spricht, ist die Zusammenarbeit mit Haas. Dadurch stehen die Schweizer auf dem Abstellgleis. Eine Rückkehr zu Mercedes wäre auch nicht möglich, da Niki Lauda das Team als "unfähig" bezeichnete. Da man keinen Gegner in den eigenen Reihen haben will, wird wohl auch kein Deal passieren. Und dadurch ist die Zukunft des kleinen Teams unsicher. Auch weil nicht sicher ist, wie lange Renault und Honda sich die F1 noch gefallen lassen wollen.

Laut Autosport soll es bereits Gespräche zwischen Sauber und Honda gegeben haben. Aber Monisha Kaltenborn will das (noch) nicht kommentieren:

Zitat:
"Ich habe nicht mit Honda gesprochen und soweit ich weiß haben sie auch noch nicht mit mir gesprochen", stellte sie klar. Für sie sei das Thema keines. "Das ist so eine typische Sache. Irgendetwas wurde aus dem Kontext gerissen und in etwas anderes gepackt, um eine möglichst sensationelle Geschichte daraus zu entwickeln. Das ist sie aber nicht", so die Österreicherin.


Diese Entwicklung zeigt für mich eindeutig, dass Ferrari und Mercedes nur machtgeil sind. Wenn sie uns dann noch erzählen wollen, dass man keinen Gegner in den eigenen Reihen haben wollen, frage ich mich, warum sie überhaupt noch Motoren liefern wollen...

Quelle: https://www.motorsport-magazin.com/forme ... a-motoren/
http://de.youtube.com/user/KLOKRIECHER

http://www.klokriecher.de

YES WE CAN! Hansa-Rostock-Ferrari-YouTube-Team

Beitrag Donnerstag 14. Januar 2016, 00:44

Beiträge: 8283
Soso - Sutil verklagt Sauber... Mal abgesehen davon dass jeder vernünftige Teamboss den Typ sowieso maximal den Teamtruck hätte fahren lassen - wieviel Sch.eiß muss die Kaltenborn eigentlich noch verbocken bis der Peter Sauber begreift dass die auf dem besten Wege ist sein Lebenswerk zu ruinieren???

Beitrag Donnerstag 14. Januar 2016, 20:05

Beiträge: 20031
Sutil fordert angeblich rund 3 Mio. Er hatte scheinbar einen besseren Vertrag als ich dachte.......

Wie auch immer, Vertrag ist Vertrag. Mal sehen wie der Richter entscheidet. In der Tat ist das alles aber sehr peinlich für Kaltenborn, zumal Sutil ja nicht der einzige Fahrer ist, den sie verarscht haben.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Freitag 15. Januar 2016, 12:10

Beiträge: 40295
Er sollte aber auch einige Millionen mitbringen - die kamen aber nie. Sutil wird meines Wissens vor Gericht nicht gewinnen.

VorherigeNächste

Zurück zu Die Teams

Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video