Um knapp zwei Zehntel war Justin Wilson im Qualifying schneller als der bereits als Meister feststehende Titelverteidiger Sebastien Bourdais. Im Rennen sah es zunächst ebenfalls danach aus, als ob der schnellere Brite das Saisonfinale der ChampCar Serie in Mexico City zu seinen Gunsten entscheiden könnte. Zu Beginn musste er zwar dem Franzosen den Vortritt lassen, doch kurz vor dem ersten Boxenstopp zog Wilson an Bourdais vorbei und ließ den Newman/Haas-Piloten danach boxenstoppbereinigt nicht mehr vorbei; zumindest bis zur letzten Runde.
Denn ganz so einfach verlief das letzte Saisonrennen der ChampCar World Series für Wilson doch nicht. Kurz nach der ersten Runde der Boxenstopps setzte zur Rennmitte Regen über der mexikanischen Rennstrecke ein. Am Ende sollte die Fahrbahn zwar etwas abtrocknen, aber an einen Wechsel auf Trockenreifen war nicht zu denken.
Nichtsdestotrotz kam Bourdais dem Spitzenreiter in den letzten fünf Runden noch einmal extrem nahe und klemmte sprichwörtlich im Getriebe des RuSport-Autos. In einem packenden Zweikampf wehrte sich Wilson bis zur letzten Runde, dann schob sich Bourdais innen rein, kollidierte leicht mit Wilson und gewann. Wilson sicherte sich in seinem angeschlagenen RuSport-Auto den zweiten Platz und fing damit AJ Allmendinger in der Meisterschaftswertung als Vizemeister ab.
Der letzte Sieger mit dem alten ChampCar war jedoch der Dominator der vergangenen Jahre: Sebastien Bourdais. Ab der kommenden Saison treten die Teams mit einem neuen Einheitsauto aus dem Hause Panoz an. Die ChampCar-Saison 2007 verspricht demnach noch mehr Spannung.



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