Pole Position, Sprintsieg und Rennsieg - Nico Hülkenberg sicherte dem deutschen Team beim ersten Rennen des Jahres 2007 einen lupenreinen Hattrick. Besser kann es nicht laufen. Noch während des Qualifyings hat er das Auto weiterentwickelt, so dass es im Laufe der Sessions immer schneller wurde. Zudem bekam er auf der schwierigen Strecke in Neuseeland alle drei Sektoren fehlerfrei auf die Reihe.
Der Kurs in Taupo war extrem sandig, wellig und rutschig, was ihn sehr anspruchsvoll machte. Die Strecke hatte einige interessante Kurven und ein Layout, das man so nicht überall sieht - dadurch merkte man deutlich, dass man auf der anderen Seite der Welt fuhr; allerdings im positiven Sinne. Denn durch die schwierige Streckenführung wurden die Fahrer extrem gefordert.
Nur ein paar mehr Überholstellen könnte der Kurs vertragen. Wenn es eine gute Kurve für Überholmanöver geben würde, wäre das Rennen wahrscheinlich noch viel spannender gewesen. So hielt Robbie Kerr im Sprintrennen sogar mit fehlendem Frontflügel seine Konkurrenten hinter sich - andernorts wäre das nicht möglich gewesen.
Bei der Abstimmung verlangte der Kurs sehr viel mechanischen Grip - eine Herausforderung die das Supernova Team am besten im Griff hatte. Denn neben Hülkenberg war auch der Lokalmatador Jonny Reid für das neuseeländische Team gut unterwegs - auch dieses wird von Supernova betreut. Einen starken Eindruck hinterließ der Franzose Loic Duval, der bei seinem ersten Einsatz für das A1-Team direkt auf das Podium fuhr. Nach den eher schwachen Vorstellungen des Titelverteidigers in der ersten Saisonhälfte, meldete sich Frankreich somit wieder an der Spitze zurück.
Erneut gut dabei waren die Schweizer mit ihrem jungen Fahrer Sebastien Buemi. Man sollte nicht vergessen, dass Buemi genauso wie Hülkenberg noch zu den jungen Nachwuchstalenten zählt, die direkt aus der Formel 3 oder Formel BMW in diese PS-starken Boliden aufgestiegen sind. Zu dieser Fahrergeneration zählen auch Marco Holzer, der im letzten Jahr einmal für das deutsche Team testen durfte, und Christian Vietoris, der in Neuseeland erstmals an der Rookie-Session teilnahm. Der Formel BMW-Weltfinalsieger konnte sich auf Anhieb gegen erfahrene Kollegen wie Narain Karthikeyan und Tomas Enge behaupten und gute Zeiten hinlegen. Die Nachwuchsarbeit in der Formel BMW ist also weiterhin vorbildlich.

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