Beim fünften Lauf zur A1 Grand Prix-Serie gibt das A1 Team Germany von Willi Weber in Indonesien einem weiteren Neueinsteiger eine Chance: Marco Holzer aus Bobingen, der in dieser Saison in der Formel BMW Deutschland Tabellendritter wurde, steuerte in der "Rookie"-Session auf dem Kurs von Sentul am Freitag erstmals das 520 PS starke A1 Grand Prix-Fahrzeug. Stammfahrer Nico Hülkenberg darf aufgrund der Reglement-Bestimmungen nicht mehr an der "Rookie"-Session teilnehmen, da er bereits acht Renneinsätze bestritten hat.
"Ich bin überglücklich, dass ich in der A1 Grand Prix-Serie meine ersten Gehversuche unternehmen durfte", freute sich der 18 Jahre alte Marco Holzer nach dem ersten Training. "Das A1 Grand Prix-Fahrzeug erreicht enorme Geschwindigkeiten, fährt sich gut und auch das Schalten mit den Wippen am Lenkrad macht viel Spaß." Auf dem 4,12 Kilometer langen Kurs sammelte der Bayer wertvolle Erfahrungen. "Bisher habe ich mir die A1 GP-Serie im Fernsehen angesehen und mir immer gewünscht, dort einmal fahren zu können. Dieser Traum ist jetzt Wirklichkeit geworden. Zusammen mit meinem Formel-1-Test mit BMW Sauber vor zwei Wochen ist dieser Auftritt in der A1 GP-Serie das schönste Weihnachtsgeschenk, dass ich mir wünschen konnte."
Am Nachmittag übernahm Nico Hülkenberg wieder das Steuer des A1 Grand Prix-Fahrzeugs. Der 19 Jahre alte Nachwuchspilot aus Emmerich fuhr in Sentul 23 Runden. Dabei erreichte er mit einer Zeit von 1.18,508 Minuten den achten Platz - nur 0,516 Sekunden trennen die acht schnellsten Fahrer voneinander.
"Nach einem Test in der GP2-Serie vor einer Woche musste ich mich erst wieder an das A1 Grand Prix-Fahrzeug gewöhnen", berichtete Hülkenberg. "Als die neuen Reifen zu Beginn optimal waren, war ich noch nicht gut genug. Ich habe viel zu spät gebremst und war zu aggressiv unterwegs. Positiv ist, dass das Auto eine optimale Balance hat und wir später sehr gute und sehr konstante Zeiten erreicht haben. Das stimmt mich zuversichtlich für das Qualifying am Samstag, wo alles auf den Punkt genau passen muss." Dieses Zeittraining besteht aus vier Segmenten, in denen jeweils eine Einzelzeitrunde gefahren wird. Die Zeit der beiden besten Runden wird zusammengezählt und bestimmt die Startaufstellung für das erste der beiden Rennen am Sonntag.

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